Test Thule RoundTrip Pro XT Fahrradkoffer

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Vielen Dank an unseren Gastautor Patrick Itter für diesen super interessanten Artikel!

 

Reisen im Zug mit dem Thule RoundTrip Pro XT

Letztes Jahr waren die Cyclassics in Hamburg mein sportliches Saisonhighlight . Wenn man samt Rad und Equipment einmal durch Deutschland muss, ist die Wahl des Transportmittels oft nicht ganz leicht. Am einfachsten wäre da dann doch das eigene Auto, da würde alles leicht zu verstauen gewesen. Da nach dem langen Wochenende noch ein Abstecher zum Deutschlandtour-Start in Koblenz und ein Heimaturlaub in Hessen anstand, wären da aber ganz schön viele Kilometer angefallen, somit fiel die Wahl auf die Deutsche Bahn. Leider ist die Mitnahme von Rädern nicht auf allen Verbindungen möglich und die Gefahr bei eventuellen Verspätungen keinen passenden Anschlusszug zu bekommen war mir dann doch zu hoch.
Also wohin mit dem Renngerät…
Da ein verpacktes Fahrrad auf Zugreisen mit der Bahn als reguläres Gepäckstück durchgeht musste also eine Radtasche oder -koffer her.
Dank den Jungs von Bergsport360 fiel die Wahl auf den Thule RoundTrip Pro XT, ein Softcase Koffer mit integriertem Montageständer, den ich auf meinem Trip als Leihgabe testen durfte.

Am Vorabend der Hinreise ging’s dann auch schon ans Packen, für’s erste Mal ging das Verstauen des Rades sogar ziemlich fix und nach 15 Minuten war alles sicher im Koffer verstaut. Mit etwa Routine geht es sogar noch ein bisschen schneller. Damit das Rad in den Koffer passt, muss man nur die Laufräder, den Lenker, die Sattelstütze und die Pedale entfernen. Die Laufräder werden danach in die dazugehörigen Taschen verpackt und können so sicher transportiert werden. Es würde sicherlich auch reichen, den Lenker zu drehen, für mich war das abmontieren aber auch ok.
Da im Koffer zwischen dem Rahmen (Größe S) noch genügend Platz war, konnten auch noch Schuhe (Rad- & Laufschuhe), Helm, Werkzeug und alle Sportklamotten untergebracht werden. Ich war echt positiv überrascht und konnte somit für das restliche Gepäck, den kleineren Koffer wählen.

Auf der Hinfahrt fiel die Wahl auf einen Nachtzug, der direkt von Regensburg nach Hamburg fuhr, somit sollte der erste Praxistest recht entspannt verlaufen. Beim hohen Einstieg durch die schmalen Türen des Schlafwagons, konnte man den Koffer leicht an den vorhanden Tragegriffen hochheben. Da der RoundTrip Pro XT mit 30cm Breite recht schmal ist, konnte er ohne Probleme im eher engen Gang neben meinem Abteil abgestellt werden und nahm dabei nicht weniger Platz in Anspruch als ein herkömmlicher Koffer. Um die wertvolle Fracht zu sichern kam ein einfaches Fahrradschloss zum Einsatz.


Am nächsten Morgen in Hamburg angekommen, ging’s als erstes mit dem Bus zur Unterkunft meines Vaters, der etwas ausserhalb untergekommen war.
Hier gab es trotz eines gut gefüllten Busses keine Schwierigkeiten, den Koffer im Mittelteil unterzubringen.

 

Nach ausgiebigen Frühstück ging es zur Startnummern-Ausgabe und auf die Fahrradmesse am Hamburger Rathausmarkt. Dank der groß dimensionierten Rollen, ließ sich der Koffer auch über Kopfsteinpflaster entspannt ziehen, einzig der Griff zum ziehen könnte besser gepolstert sein. Dies macht sich aber nur bemerkbar, wenn man längere Strecken zu Fuß zurücklegt, wie wir die ca. 1,5km zu meinem Hostel.

 

Samstag Mittag stand dann eine lockere Ausfahrt an der Elbe auf dem Programm, dank des integriertem Montageständers, war das Bike auch schnell einsatzbereit und konnte ohne Schwierigkeiten im engen Hostel-Zimmer erledigt werden. Da die Handhabung mit dem Koffer sehr entspannt und mit geringen Zeitaufwand möglich war, ging’s für mein Rad über Nacht wieder in den Koffer.

Montag nach dem Rennen am Sonntag, war auch schon wieder Zeit für die Weiterreise. Diesmal ging es mit der S-Bahn Richtung Altona und von der mit dem IC nach Koblenz. Das Umsteigen verlief ohne große Probleme, da man sich gut mit dem Radkoffer in einer und dem normalen Koffer in der anderen Hand bewegen kann. Leider sah es im IC platztechnisch nicht so gut gut aus, die meisten Abstellmöglichkeiten sind nicht für größere Koffer dimensioniert und schon gar nicht für einen Radkoffer. Aber es fand sich dann eine Kofferablage, wo der RoundTrip zur Hälfte Platz fand und stabil verstaut werden konnte.

Nach ein paar Tagen bei der Verwandtschaft ging es wieder mit dem Zug nach Hause, diesmal mit zwei Zügen der ICE Klasse. Platztechnisch diesmal wieder sehr entspannt, da in beiden Zügen der Koffer im Gepäckbereich hinter den Sitzen platziert werden konnte.

Wer also auf Zugreisen sein Rad mitnehmen mag, für den ist der Thule RoundTrip Pro XT ein super Hilfsmittel um alle seine Sachen unterzubringen. Durch seine schmalen Abmessung lässt er sich eigentlich überall verstauen und dank der Rollen auch entspannt auf dem Weg zum und am Bahnhof transportieren. Dank des Montageständers ist das Rad immer sicher im Koffer verstaut und lässt sich unterwegs leicht zusammenbauen.

Lustigerweise fragten mich unterwegs doch viele Leute, ob ich denn ein Musikinstrument dabei hätte. 2 mal wurde ein Schlagzeug und sogar 3 mal eine Harfe vermutet. Auf die Erklärung, dass ein Rennrad im Koffer sei, waren alle richtig überrascht wie klein doch so ein Fahrrad verstaut werden kann.

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