Projekt Schnapszahl – Waldprogramm

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Diese Woche kam mein Training aufgrund von einem straffen Waldprogramm etwas zu kurz. Mit dem LLC Lauftreff lief ich am Montag eine Grießer Spitz Runde, die auf 12 Kilometer erweitert wurde. Normalerweise laufen wir in der Natur, aber wenn es abends dunkel ist, dann darf es gerne auch eine Tour durch die Stadt sein. Trotz dem Schmuddel Wetter waren wir eine große Gruppe. Dank Rüdiger habe ich mich zu einem verlängerten Schlusssprint hinreißen lassen.

LLC Lauftraining

Am Dienstag lernten wir die theoretischen Grundlagen zur Baumfällung und Unfallverhütung. Bei der sogenannten Baumansprache betrachte ich vor der Fällung die Baumhöhe, die Baumkrone (grün/dürr; gleichmäßig/einseitig; Zwiesel), den Stamm und den Gesundheitszustand (Pilzbefall, Harzfluss, Verletzungen). Anschließend wurde die Fäll- und Schneidetechnik besprochen. Hier lernte ich die Sicherheitsfälltechnik kennen, die ich zukünftig anwende. Nachmittags betrachteten wir die Wartung und Pflege einer Motorsäge. Da wir an dem Tag beim Walderlebniszentrum Regensburg im Wald bei Sinzing waren, lief ich anschließend noch die Forstwege vor Ort. Hier entdeckte ich dann mitten im Wald ein Arboretum. Das ist eine Sammlung verschiedenartiger Gehölze. Im internationalen Jahr der Wälder 2011 hat die Audi AG dieses Wäldchen mit Baumarten aus aller Welt gestiftet. Hier habe ich u.a. Riesenmammutbäume, Ginko (Baum des Jahrtausends), Himalaya Zeder, Roteichen, Antarktische Scheinbuchen, Tulpenbäume und Fächerahorn gefunden. Eine traumhafte Biodiversität in den sonst so häufigen Monokulturen.

Walderlebniszentrum Regensburg bei Sinzing
Mischwald

Das theoretisch Wissen durften wir am Mittwoch in die Praxis umsetzen. Ebenfalls beim Walderlebniszentrum durften wir uns beim Fällen austoben. Ich habe zwar schon unzählige Bäume in der Vergangenheit in meinem Wald flachgelegt, aber mit dem neuen Wissen fühlte ich mich sicherer und konnte genauer bestimmen, wohin ein Baum fällt. Neu war für mich auch die Technik mit dem Fällheber. Dieses Werkzeug mit Wendehacken werde ich mir auch zulegen.

 

Ausnahmsweise keine Stihl Säge

Den letzten Theorieunterricht beim „Bildungsprogramm Wald“ im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hatten wir am Tag darauf. Hierbei ging es um die Geschichte der Forsttechnik, der Arbeitssicherheit (persönliche Schutzausrüstung, Rettungspunkte), Holzernte (motormanuell; teilmechanisiert; vollmechanisiert) und die Vorbereitung von Maschineneinsätzen. Das war nochmal viel Stoff, aber ein rundum gelungener Abschluss zum Theorieblock.

Beim Praxistag am Samstag im Wald bei Wolfsegg sprachen wir vor Ort das geballte Wissen durch. Wir redeten über den Schutz der Jungpflanzen gegen Wildverbiss, die Sortierung von Wertholz, die Auswahl von Zukunftsbäumen und die Bestandspflege. Beim letzten Praxistag am kommenden Samstag schauen wir einem Holzvollernter (Havester) bei der Arbeit zu und pflanzen junge Bäume.

Praxistag im Wald

Katrin und ich hatten für den Anschluss an den Praxistag einen kleinen Lauf ausgemacht. Wir fuhren die paar Kilometer nach Kallmünz zur Perle des Naabtals und liefen sie geniale Strecke des Jahrhundertrails. Dieser Wettkampf fand im Sommer im Rahmen der 100 Jahrfeier des ATSV statt, bei dem ich teilnahm. Auch Katrin mochte die Strecke hoch zur Burgruine und zum Gipfelkreuz sehr und freute sich über die gesammelten Höhenmeter auf der 8,2 km kurzen aber knackigen Strecke.

Kunst am Burgberg
Burgruine Kallmünz
Gipfelkreuz bei Kallmünz

Ganz besonders gefreut habe ich mich auf das Bootcamp Training am Sonntag in Regenstauf. Ralf (tRi.P.coaching) hat sich wieder ein abwechslungsreiches Training einfallen lassen. Nach dem Warmup machten wir feinmotorische Technikübungen (Lauf ABC). Anschließend durften wir uns an den paar Tribünenstufen u.a. mit Rumpfstabilitäts- und Sprungkrafteinheiten austoben. Von dort liefen wir zum eigentlichen Bootcamp Gelände an den Waldrand. Hier absolvierten wir 30 Minuten einen Zirkel mit unterschiedlichen Übungen an den jeweiligen Stationen. Nach über zwei Stunden waren wir erschöpft aber glücklich zurück am Parkplatz.

Bootcamp
Reife(n) Leistung
Alternativtraining
Dips
Jump
Mountain Climber
Bauchmuskeltraining

Am Abend packte ich noch den Livall Fahrradhelm von FreeWheels aus. Die LED`s auf der Rückseite dienen während der Fahrt als Rücklichter und auf Knopfdruck als Blinker. Außerdem erkennt er Stürze und sendet im Notfall eine SOS Nachricht. Zusätzlich sind im Helm Lautsprecher und ein Mikrofon verbaut. Damit kann man telefonieren, Musik hören oder sich mit Navigationsansagen leiten lassen. Und als besonderen Clou gibt es die Walkie-Talkie Funktion zwischen zwei Livall Helmträgern. Besser kann man sich während einer Fahrt nicht unterhalten. Durch die vielen Features hätte ich fast die wichtigste Aufgabe vergessen. Natürlich schützt er den Kopf auch vor Verletzungen. Ein Praxistest findet nächste Woche statt.

Livall
Safty first

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