Projekt Schnapszahl – Sauf-Lauf

Eigentlich stand am vergangenen Montag ein ganz lockerer 45 Minuten Lauf auf dem Plan.
Eigentlich wollte ich genau aus dem Grund ausnahmsweise nur mit der zweitschnellsten LLC Gruppe laufen.
Eigentlich halte ich mich an den Trainingsplan!
Aber wahrscheinlich aus Macht der Gewohnheit hatte ich mich dann doch wieder im Kreise von Richy, Rüdiger, Stefan und (Materialschlacht-) Martin wiedergefunden. Nach einem etwas verhaltenem Start vom Westbad nach Mariaort wurde das Tempo etwas forciert. Auf der Sinzinger Eisenbahnbrücke gab es die erste echte Attacke von Rüdiger. Aber konstant eine Pace von 4:30 Min/km hatten wir erst ab der Prüfeninger Sportanlage bis zum Ausgangsort. Im Ziel hatten wir aufgrund der zurückhaltenden 1ten Hälfte eine 4:57er Pace im Schnitt für die 12 km auf der Uhr.

LLC Lauftreff

Eine Regenschlacht war es am Dienstag. Nach den Regentagen am Sonntag und Montag war es auch an dem Tag nass und dementsprechend rutschig auf den Trails der Marienhöhe. Den Einstieg wählte ich nicht wie gewohnt in Mariaort, sondern nach der Überquerung der Eisenbahnbrücke in Kleinprüfening. Auf den MTB Trails wie z.B. den Pfarrersteig war nur wenig Grip vorhanden. Dadurch hatte der Lauf seinen eigenen Reiz.

Morbider Charme
Marienhöhe Pfarrersteig

Neulich hatte ich angekündigt, dass ich mir bald wieder den Ottenbachtrail vornehme. Gesagt, getan! Damals lief ich aber auf der falschen Bachseite. Nämlich auf der mit dem breiten Weg. Ich ahnte damals nicht, dass man an der Steilkante am gegenüberliegenden Ufer „laufen“ kann. Jedenfalls machte die Originalstrecke von Ralf deutlich mehr Spaß. Allerdings stieg ich am vergangenen Donnerstag erst in Unterlichtenwald ein, statt in Donaustauf. Hier folgte ich dem Burgensteig nach Altenthann. 3 km weiter bei Adlmannstein bog ich in den Sulzbachtrail ein, der durch den Kreuther Forst zurück zum Ausgangsort führt. Durch den neuen Einstiegsort verkürzte sich die Runde von 30 km auf einen Halbmarathon.

Über Stock und Stein …
Parkour
Spaß im Gelände
Laufabenteuer

Am Freitag startete ich mit einer 2,5 Stunden Rennradtour ins Wochenende. Von Regensburg aus fuhr ich zuerst an der Donau entlang nach Bad Abbach und von dort nach Lohstadt. Nun sammelte ich u.a. in Bergmatting und bei Saxberg am Regensburger Steig einige Höhenmeter. Das bringt Abwechslung ins Training!

Sommer, Sonne, Sonnenschein

Anschließend wurde ich noch Zeuge von der Sauf-Lauf Generalprobe der Momstars im Regensburger Stadtpark. Inspiriert wurden sie dazu vom Wuppertaler Sektlauf. Da das Ruhrgebiet nicht gleich um die Ecke liegt, wird voraussichtlich an Silvester ein eigenes „Laufen und Saufen“ Event der „flink in pink“ Truppe in der bayerischen Heimat ausgetragen. Beim Original hat man 10 Runden a 480 Meter zu absolvieren. Nach jeder Runde trinkt man dann 0,1 Liter halbtrockenen Sekt, bevor man weiterlaufen darf. Außerdem wird über eine Schnapsstaffel nachgedacht. Wer allerdings währenddessen Miktion oder Defäkation betreibt, wird aus dem Rennen genommen. Knallharte Regeln für eine Gaudi-Veranstaltung. Der Testlauf von Steffi, Sabine, Dani und Marion war definitiv ein voller Erfolg. Allerdings war ich nur kurz dabei und kann dementsprechend nicht beurteilen, ob alle Vorgaben zu 100% eingehalten wurden. Zumindest war der Spaßfaktor schon zu Beginn gigantisch.

Momstars
Sauf und Lauf

Da es heuer kaum einen Triathlon gibt und die Schwimmbäder aufgrund von Corona geschlossen haben, nutze ich die Wettkampfpause für meine privaten Ultralauf Highlights. So blieb das Schwimmen außen vor. Am Samstag trainierte ich dann mit Ralf von tRi.P.coaching im Fluss Regen bei Ramspau. Ausgerüstet mit Neo klappte die erste Einheit einigermaßen gut, konnte aber nur durch Abkürzungen in Sichtweite bleiben. Richtig Spaß machten mir die Tempoeinheiten, die in verschiedenen Intensitäten durchgeführt wurden. Wichtigste Erkenntnis des Tages: wenn ein Kälteschutz aus Neopren 1 Jahr lang gelagert wird, dann wird dieser an der Taille schmaler. An mir wird es doch nicht liegen, oder?

Kühles Nass

Den Sonntag nutzte ich für einen Nüchternlauf. 75 Minuten lang lief ich durch die Weltkulturerbestadt Regensburg. Ausnahmsweise ohne Pulsuhr und GPS. Einfach nach Gefühl, Lust und Laune. Dabei hatte ich die Altstadt zur frühem Stunde fast für mich allein. In der ersten Stunde blieb ich trocken. Die letzten 15 Minuten regnete es, aber das finde ich nicht besonders unangenehm. Vor allem das Laufen bei Nieselregen mag ich, da die Luft währenddessen unglaublich klar ist.

Blick von der Nibelungenbrücke
Stadtpark

Während ich es nach meinen beiden Extremläufen im Mai noch etwas ruhiger angehen ließ, bewältigte Peter die 230 km des Jurasteiges. Zusammen mit seinem Laufpartner Christian lief er in 3 Tagesetappen und insgesamt knapp 32 Stunden Nettozeit (Pausen abgezogen) von Matting nach Kastl, von dort nach Dietfurt und von dieser Faschingshochburg am letzten Tag zurück zum Startpunkt. Dabei wurden sie von Peters Frau Hana u.a. kulinarisch betreut. Ganz im Alleingang mussten die beiden Laufjunkies es jedoch nicht bewältigen. Streckenweise gesellten sich Markus, Soeren und Michael dazu. Aber das war es noch nicht. Peter und Christian laufen Mitte Juli nach Altötting und suchen wieder Mitstreiter für einzelne Etappen. Des Weiteren haben sie für heuer und vor allem für 2021 noch ein paar weitere Ultra-Projekte vor sich. Lasst euch überraschen! Meine Hochachtung haben die beiden Freaks jedenfalls!

Jurasteig
Peter und Christian mit Begleitung
Flüssige Belohnug

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