Projekt Schnapszahl – Hawaiifieber

Nachdem ich das Projekt 10/10 mit dem 10ten gefinishten Ultralauf bei der 10ten Austragung vom Regensburger Landkreislauf mit dem 3ten Platz erfolgreich abgeschlossen habe, folgt nun folgerichtig das Projekt Schnapszahl. Auch hier wird wieder 52 Wochen lang jeden Montagabend von meinem Training zu meinem Saison-Highlight und was mich sonst noch bewegt berichtet
Besonders gefreut habe ich mich in der vergangenen Trainingswoche über das zufällige Treffen mit Thomas inklusive ein paar Minuten Smalltalk. Bei meinem Morgenlauf sahen wir uns beim Brückentor an der Steinernen Brücke. Während ich nur ca. 45 Minuten um die Altstadt abspulte, lief er an dem Tag eine deutlich längere Strecke als ich. Mit Thomas bin ich beim MZ Landkreislauf die ersten Kilometer gelaufen und haben uns damals kurzfristig Simon als rasenden Fotografen geteilt. Ich bin begeistert, welche Entwicklung er beim Laufen die letzten Jahre hingelegt hat.

 

Mit Thomas am Brückentor

Am späten Nachmittag gab es mit dem Kurs Motion Up die zweite Trainingseinheit des Tages. Mit den Kolleginnen machte ich mich auf zum neuen Fitness Raum unseres Arbeitgebers. Bei diesem Beweglichkeits- und Krafttraining werden Verspannungen und Beweglichkeitseinschränkungen eliminiert. Diesen Kurs besuche ich nun 8 Wochen lang in der Hoffnung, dass ich Verletzungen aufgrund meiner stark verkürzten Beinmuskulatur vorbeuge und dass ich diese Übungen zumindest z.T. auch hernach im Alltag einfließen lasse.

Motion Up

Am Donnerstag besuchte ich ebenfalls einen Kurs, allerdings ohne Sport. Im Regensburger Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten nehme ich die nächsten sechs Wochen am „Bildungsprogramm Wald“ teil. Neben diesen Theorieabenden gibt es auch zwei Praxistage im Wald. An diesem Tag lernten Katrin und ich viel über die Geschichte des Waldes und über Schäden, die den Bestand reduzieren können. Dabei gingen wir in die Details von abiotischen Schäden (Sturm, Frost, Trockenheit, Eis, Feuer) und biotische Schäden (Insekte, Mäuse, Pilze) und lernten waldbauliche, biologische, mechanische, anbau- und kulturtechnische Maßnahmen zur Bestandssicherung. In aller Munde war dabei hauptsächlich der Borkenkäfer, der durch den Larvenfraß unter der Rinde den Nährstofftransport des Baumes unterbricht (Wasserversorgung) und damit zum Absterben der Wirtsbäume führt. Erfreulicher war das Thema Funktionen der Wälder. Neben dem Nutzen (nachwachsender Rohstoff, Arbeitsplätze, Energieträger) und dem Schutz (Bodenabtrag, Lawinen, Immissionen) dient der Wald auch der Erholung und als Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Pilzen.

Das Wochenende läutete ich am Freitag gegen Abend mit einer Laufrunde ab den Dörnbergpark um die Weltkulturerbestadt ein. An dem Tag lag mein Hauptaugenmerk auf der Römermauer. Diese Legionslagermauer und die mittelalterliche Zwingermauer wären überbaut worden, hätte nicht Horst Bergschneider ab 1961 durch eine Privatinitiative diesen archäologischen Schatz bewahrt. Dieses Legionslager war von einer Mauer aus großen Quadersteinen und einem vorgelagerten Graben umhüllt.

Zwingermauer
Römische Mauer heute und damals

Über die Ostengasse lief ich dann zum Haidplatz, wo ich auf Doris und Alex traf, die ich eine gefühlte Ewigkeit nicht mehr sah und nun endlich Neuigkeiten austauschen konnte. Nach dieser erfreulichen Unterbrechung lief ich bloß ein paar Schritte weiter, als ich auf Katharina und Ultraläufer Andi stieß und der Landkreislauf und weitere Wettbewerbe das dominierende Gesprächsthema war. In wenigen Wochen werden wir wieder gemeinsam beim LLC Lauftreff zusammen trainieren. Darauf freue ich mich jetzt schon. Und wieder nur einen Kilometer weiter gab es ein weiteres positives und zufälliges Wiedersehen mit Mario, der u.a. mein (Leidens-) Genosse beim Schwimmtraining vom Ralf war.

Herzstuhl am Haidplatz
Ostengasse
Doris und Alex auf dem Weg zum Italiener
Fachsimpeln mit Kathi und Ultraläufer Andi
Schwelgen in sportlichen Erinnerungen

Diese drei Begegnungen bereicherten meinen Lauf und ich freute mich, in Erinnerungen zu schwelgen. Allerdings durfte ich beim Rückweg schneller als geplant laufen, da ich noch zur späten Stunde auf die Hochzeit von Jeanette und Thomas eingeladen war. Neben dem Brautpaar hatte ich viel Spaß mit Stefan, Simon, Roland und Tom, die Zeugen einer haarigen Wette wurden. Mehr wird erst nach dem elften Mittelbayerischen Landkreislauf im September 2020 verraten.

Hochzeitsgäste Team Senseason
Bergsport360 Hochzeitsgäste

Obwohl ich kein besonderer Eisenbahn Fan bin, begab ich mich am Samstag nach Schwandorf. Die historische Dampflok mit der Nummer 52 8195 hielt bei der Fahrt durch die Oberpfalz eine Stunde in der großen Kreisstadt zum Wasser fassen. Diese Gelegenheit nutzte ich für einige Fotos und um mich in die Vergangenheit zurück zu versetzten.

Historische Dampflok
Blattfeder
Führerhaus
Kraftübertragung

Anschließend drehte ich mit meinem Rennrad von Free Wheels eine Radrunde um das Oberpfälzer Seenland, welches auf den Flächen des Tagebaus im Oberpfälzer Braunkohlerevier durch die Füllung der Gruben durch Wasser entstand. Nachdem ich am Steinberger See die Wakeboarder beobachtete und fotografierte, lief ich noch die 8 Kilometer Runde um den See und an der Erlebnisholzkugel vorbei. Der Gedanke, dass heute Abend meine Freunde Silvia, Ralf (beide tRi.P.coaching) und Mike (TV Burglengenfeld – Jag de Wuidsau) bei der Ironman Weltmeisterschaft auf Hawaii starten, verführte mich, dabei richtig Gas zu geben. Das war eine wahre Wohltat nach meinen langen aber langsamen Vorbereitungsläufen zum Regenburger Landkreislauf und meiner anschließenden Regenerationszeit. Neben meinen Freunden glückte auch Jan Frodeno sein Auftritt auf Big Island. Mit Streckenrekord holte er sich als erster Deutscher den dritten Titel in Kona. Anne Haug konnte sich nach ihrem 3ten Platz bei ihrer Hawaii Premiere im Vorjahr ebenfalls den Weltmeistertitel sichern und sorgte damit für den ersten deutschen WM Titel der Frauen bei diesem speziellen Langdistanz Triathlon.

Klausensee
Die größte Erlebnisholzkugel der Welt
Indian Summer am Steinberger See

Den Indian Summer Sonntag verbrachte ich mit Marge mit einer Wanderung auf dem Jurasteig und auf dem Felsenweg. Hierbei erkundeten wir die Magerwiesen (geringer Ertrag auf kargen Standorten, dafür wertvolle Biotope), die vergangene Kultur des Baierweins (charakteristische Struktur der alten Weinberge ist noch zu erkennen) und die Felskulisse über der Donau.

Wanderung bei Oberndorf

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