Projekt Schnapszahl – Content Raketen Regensburg

Auch die zweite Woche nach dem 106 km Ultralauf stand noch im Zeichen der Regeneration. Noch dazu, weil es der zweite Extremlauf im Mai war.
Zur Erholung nutze ich gerne das Rad, da es durch die zyklische Drehbewegung orthopädisch schonender ist als die Stoßbelastung beim Laufen. So fuhr ich am Dienstag von Bubach a.F. aus über Holzheim a.F. und Kallmünz nach Schmidmühlen. Dabei streifte ich auf dem Radweg an der Vils den Truppenübungsplatz Hohenfels, bevor es über Burglengenfeld wieder in die Heimat ging. In den vergangenen Jahren habe ich die Military Area gelegentlich umrundet. Das werde ich mir heuer auch wieder vornehmen, weil man in dieser Gegend immer wieder auf Ami-Schlitten trifft.

Bubach am Forst
Der Himmel hängt in Schmidmühlen voller Geigen, ähhhm Gießkannen
Mohnblumen bei Schmidmühlen
Truppenübungsplatz Hohenfels

Am Mittwoch wollte ich mit dem Purendure Lauftreff ganz gemütlich joggen. Leider wusste das Andreas nicht und so wurde es doch eine Stunde lang schneller als gedacht. Dabei trafen wir auf Martin, dem 2ten Vorstand vom LLC Marathon Laufverein. Der hat bei seinem Tempodauerlauf (10km in 45 Min) Gas gegeben. Auch er vernachlässigt trotz fehlender Wettkämpfe sein Training nicht. Den Ironman in der Hansestadt Hamburg holt er in 2021 nach.

Motivationswunder Birgit

Dank der Corona Pandemie kamen die Medaillen für den virtuellen Marathon etwas verspätet in Regensburg an. Am Donnerstag war es dann soweit, da durften Tom und ich uns unsere Urkunden persönlich im LLC Büro bei der Claudia und dem Vorstand Lothar abholen. Je eine für den Marathon, ¾ M., ½ M und ¼ M. Also insgesamt 4 Medaillen für einen 106 km langen Lauf. Kein schlechter Deal, oder?

Armin Wolf Laufteam
4 Medaillen für 106km
Geballtes LLC Marathon Wissen

Anschließend durfte ich dem Dreh zum ersten Onlinevideo der Content Raketen Regensburg beiwohnen und Bilder schießen. Florian von KUNSTBUILT filmte Stefan, der über die 5 größten Anfängerfehler auf Instagram referierte. Diese sind z.B., dass man sich nicht überlegt hat, welche Zielgruppe man erreichen will und was man aussagen möchte. Neben einem negativen Beispiel nennt er im Gegenzug den gelungenen Account von two white lama. Hier sieht man auf dem ersten Blick, dass hier Kaffeeliebhaber einen Blog über ihr Lieblingsgetränk schreiben.

Authentischer Clip
Dokumentation der Arbeit
Spaß beim Dreh
Im Fokus
Volle Konzentration bei Stefan
Flo hatte gut lachen

Mit der Sabi lief ich am Freitag vom Pfaffensteiner Wehr an der Donau entlang durch die Pappelallee zur Steinernen Brücke. Von diesem mittelalterlichen Meisterwerk aus ging es dann den Anstieg hoch zur römisch-katholischen Pfarrkirche zur Heiligen Dreifaltigkeit. Diese sollte um das Jahr 1713 die schwarze Beulenpest verhindern. Wir genossen kurz den Ausblick auf das Weltkulturerbe Regensburger Altstadt mit Stadtamhof, bevor wir uns auf den Rückweg machten.

Dultbrücke
Pappelallee beim RT-Bad
Der Mann, der schneller zieht als sein Schatten

Eine 3,5 Stunden Radtour machte ich am Samstag. Zuerst fuhr ich am Regenradweg nach Regenstauf. Dann verschlug es mich über den Flugplatz Oberhub, der von der Motorfluggruppe Regensburg e.V. betrieben wird, nach Irnhüll, Holzheim a.F. und Kallmünz. Am Marktplatz bog ich ab Richtung Burglengenfeld. Da der Himmel immer dunkler wurde, verzichtete ich auf ein Eis in Rudis Lieblings-Gelateria und sputete mich, um über Eitlbrunn möglichst schnell nach Hause zu kommen. Das klappte nicht ganz, da es ab Lapperdorf zu regnen begann und es immer stärker wurde. Macht nichts, da man sich das Wetter im Wettkampf auch nicht aussuchen kann und so bin ich im Fall der Fälle besser darauf vorbereitet.

Holzheim am Forst
In Eitlbrunn war ich noch trocken

Mit Freude sah ich mir am Donnerstag und Samstag wieder die Online-Stadtführungen vom Veranstalter Stadtmaus an. So gab es z.B. eine Liveschaltung ins Haus der Bayerischen Geschichte. Hier erzählte uns Irene, wie Karl Linde in den 1870er Jahren zu seiner Kältemaschine kam. Die Prototypen waren teuer, aber mit den Brauereien fand er Geldgeber. Zu der Zeit wurde Bier nur gebraut, wenn es kalt war. Dieses wurde dann in Kellern eingelagert, die mit Eisblöcken aus den Seen gekühlt wurden. Das war teuer und zeitaufwändig. Auch zur Gärung braucht es konstant niedrige Temperaturen. Kühlschränke gab es damals noch nicht. Mit den Kältemaschinen von Linde hatten die bayerischen Brauereien einen Standortvorteil. Zusätzlich baute man diese Kühltechnik auch in Eisenbahnen und Schiffen ein. Das führte dazu, dass um 1900 jedes 10te Bier, dass weltweit getrunken wurde, aus Bayern stammte.
In einer weiteren Schaltung erzählten uns Jasmin und Sir George Etherege (Gesandter aus London) am Samstag von der Wirtshauskultur in Regensburg und wieso viele Straßennamen in der Domstadt aus einer Kombination einer Farbe mit Natur (z.B. einem Tier oder einer Pflanze) bestehen. Als Beispiel fallen mir die Blaue-Lilien-Gasse, die Weiße-Lilien-Gasse, die Rote-Hahnen-Gasse und die Blaue-Stern-Gasse ein. Früher im Mittelalter konnten viele nicht lesen, deshalb hängte man an den Wirtshäusern Symbole (z.B. einen blauen Stern) an den Eingang. Dementsprechend wurden später häufig die Straßen benannt.

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