Projekt Schnapszahl – Charity-Ultralauf

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Da bei meinem Körper gefühlt die ganze Karosserie verzogen war, besuchte ich am Montag erneut Matthias von Physioaktiv in Neutraubling. Die paar schmerzhaften Momente nahm ich gerne in Kauf, weil meine starren Knochen nach jeder Behandlung geschmeidiger wurden. Zusätzlich hat er sich auch um mein vegetatives Nervensystem gekümmert. Dadurch wird u.a. die Durchblutung der Skelettmuskulatur verbessert. Außerdem habe ich noch Übungen als Hausaufgabe bekommen. Demzufolge sollte ich meinen Hüftbeuger, etc. besser in Griff bekommen.

Obwohl am Folgetag ein Ultralauf anstand, begab ich mich am Montag zum Lederhosentraining in den Donaupark. Wird mir schon nicht schaden, dachte ich. Aber ausgerechnet an dem Tag baute Natalie nach den Sprüngen unzählige fiese Kniebeugen und -varianten ein. Zu Beginn hatte es etwas genieselt, vermutlich deswegen waren relativ wenige Teilnehmer vor Ort. Dafür freute es mich umso mehr, dass sich Peter davon nicht abschrecken lies und die Übungen mitmachte. Da ich heuer Anfang Mai schon 58 km mit 2600 Höhenmetern und Ende Mai 106 km in der Lederhose gelaufen bin, hatte ich kaum Respekt vor dem 52 km Ultralauf am Dienstag. Außerdem war die vorgegebene Pace von 6:00 Minuten pro Kilometer langsam, was mich ebenfalls zur aktiven Teilnahme am Lederhosentraining bestärkte. Als Streber machte ich natürlich ordentlich mit und büßte meine Blauäugigkeit am Tag darauf.

Lederhosentraining
Natalie
Lederhosentraining
Natalie
Lederhosentraining
Natalie
Lederhosentraining
Lederhosentraining
Peter

Noch am selben Abend dufte ich an einem Webinar teilnehmen, zu dem mich Sebastian von der Physioworld eingeladen hat. Prof. Dr. Nikolai Worm begann mit dem Aufzeigen, wie das Leben früher mit schwerer körperlicher Arbeit war und wie übergewichtig und fettleibig wir in den Wohlstandsländern geworden sind. Zudem wurde der Macronährstoff Fett verteufelt, was eine Zunahme von Kohlenhydraten zur Folge hatte. Dies führt u.a. mit der muskulären Inaktivität zur Insulinresistenz (Kohlenhydrat-Stoffwechselstörung). Leider sind die Folgen davon Typ 2-Diabetis, Prä-Diabetis, Metabolisches Syndrom und die nicht-alkoholische Fettleber. Die Quintessenz war, dass wir die Kohlenhydratfalle umgehen müssen.
Dies gelingt durch eine Nahrungsaufnahme mit:
– Niedriger glykämischer Last
– Niedriger Energiedichte
– Hoher Nährstoffdichte
– Geringem Verarbeitungsgrad
Anschließend berichtete Fr. Dr. Elke Lorenz über Ketose, den Urzustand des Stoffwechsels. Exogene Ketonkörper stabilisieren den Blutzuckerspiegel und wirken positiv auf das Immunsystem.

Bei der sehr erfolgreichen Premiere vom Spendenlauf für die Leukämiehilfe im letzten Jahr kamen über 10000€ zusammen. Dabei lief das Armin Wolf Laufteam vom Straubinger Gäubodenfest zur Dultbierprobe nach Regensburg ins Glöckl-Zelt. Da heuer die Volksfeste nicht stattfinden, überlegte sich der Streckenplaner Rudi eine Route vom Straubinger Theriesienplatz zum Patientenhaus der Regensburger Uniklinik. Am Dienstag um 13:15 Uhr schickte uns der Oberbürgermeister der Gäubodenstadt Hr. Pannermayr auf die Reise. Auf den ersten 15 km begleitete uns Staatsminister Hr. Sibler. An der Landkreisgrenze gaben uns der Straubing-Bogen Landrat Hr. Laumer und sein Regensburger Pendant Fr. Schweiger die Ehre. Um die Verpflegung mussten wir uns nicht kümmern, hier hatten die freiwilligen Helfer Versorgungsstationen aufgebaut. Normalerweise bereite ich meine Isogetränke selbst vor und nehme 90 Gramm Kohlenhydrate (60gr Glucose, 30gr Fruktose) pro Stunde mit 0,7 Liter Flüssigkeit zu mir. Da ich durch die kühlen Temperaturen kaum Durst verspürte und ich durch die Fremdverpflegung nicht ausreichend Kontrolle hatte, dehydrierte ich nach rund 40 km etwas, was sich durch einen ungewohnten Formabfall bemerkbar machte. Hier half mir Chris mit Wasser aus, dessen Tochter 2 Getränkeflaschen am Begleitfahrrad hatte.
Nach 50 km stiegen die Promis und Sponsoren mit in den Verbindungslauf ein, die Kinder vom Armin Wolf Future Laufteam rund 1000 Meter vor dem Ziel. Dort begrüßte uns die Regensburger Oberbürgermeisterin Fr. Malz-Schwarzfischer und wertschätzte unsere Leistung für den Guten Zweck. Jeder km wurde mehrfach verkauft, dadurch kamen über 17000€ für ein neues Sport- und Bewegungszentrum für Krebspatienten zusammen. Rund zehn Athletinnen und Athleten liefen die ganzen 52,5 km, Andere Etappen davon. Tapfer durchgelaufen ist u.a. Justine, für die es ihr erster Ultralauf war. Angemerkt hatte man ihr dies jedoch nicht. Bisher war beim Marathon Schluss für sie. Tolle Leistung von unserem relativ neuen Teammitglied. Auf das Dult-Flair mussten wir nicht ganz verzichten, da es zur Musik vom Original Oberpfalz-Duo Hendl und Brezen von Glöckl gab.

52 km Spendenlauf
52 km Spendenlauf
Justine

Am Mittwochabend ging es mit meinem Persönlichkeitstraining bei einfachmachen.jetzt weiter. Das 5-Dimensionale systemische St. Gallener Modell (SCM) unterstützt mich, immer mehr zu dem zu werden, was ich mit meinem Potential, Talenten und Fähigkeiten sein kann. Auch diese Stunde begann mit dem „kontemplativen Gehen“, um den Fokus auf das Training zu bringen.

einfachmachen.jetzt Coach Lydia

Beim Coffee2Run schonte ich mich am Donnerstag noch vom Ultralauf und begleitete die Läuferinnen und Läufer mit dem Surley Fatbike von Free Wheels. Nach dem Einlaufen gab es nach Anweisung von Julian ein paar Dehn- und Kraftübungen im KRAFT Runners Style, bevor harte Intervalle abgespult wurden. Flott mit dabei war auch Justine, die sich scheinbar sehr gut vom 52 km Charity-Run zwei Tage zuvor erholt hatte.

Coffee2Run
Coffee2Run
Coffee2Run
Coffee2Run
Coffee2Run
Coffee2Run

Am Samstag war dann bei 35°C Waldarbeit mit langer Schutzausrüstung angesagt. Ein Sturm hatte Baumgipfeln abgebrochen. Die ganztägige Arbeit mit der Motorsäge und dem Schleppen der Stämme ersetzten mein Training für diesen Tag.

Sturmschaden
Ausbeute

Ebenfalls bei 35°C fuhr ich am Sonntag eine 80 km Runde mit dem Rennrad. Von Regensburg aus fuhr ich zuerst zur 1000jährige Eiche bei Neueglofsheim. Diese gehört zu den ältesten Eichen in Deutschland und unter ihr soll der Hl. Wolfgang vor 900 Jahren stimmgewaltige Predigten gehalten haben. Dieser Baum wurde im Jahre 1972 im Auftrag der Gemeinde Thalmassing und des Landratamtes Regensburg saniert. Weiter ging es über Aufhausen nach Sünching. Zurück fuhr ich über Hellkofen und Alteglofsheim.

Wolfgangseiche
Radrunde

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