Projekt 14 – Borg Skala

Wie stellt man fest, ob Trainingsreize wirken? Man nehme eine definierte Streckenlänge, sorgt für möglichst gleiche Bedingungen und wiederholt einen Test regelmäßig. So machen wir das aktuell bei tri.P.coaching beim Schwimmen (400 Meter Test; GA2 Intensität; immer auf einer freien 50 Meter Bahn), als auch beim Laufen. Der Kraultest für November stand bereits vor einer Woche an, die 10000 Meter auf der Tartanbahn absolvierten wir am vergangenen Samstag.

Peter von tri.P.coaching

Hier galt es, jeden km möglichst gleichmäßig zu laufen. Bzgl. dem Belastungsempfinden liefen wir im Borg Skala Bereich zwischen 7 und 8, was anstrengend bis sehr anstrengend bedeutet, allerdings nicht zum baldigen Abbruch der Einheit führt. Im Alleingang wäre diese Aufgabe sehr monoton, allerdings mit den weiteren Athletinnen und Athleten um Ralf (Coach) war auf den 25 Runden immer etwas geboten.
Aus der Vergangenheit weiß ich, dass sich meine Zeit nun Monat für Monat bei der gleichen Belastung innerhalb der Borg Skala verringert.

Gleichmäßige Belastung

Nach langer Zeit war ich mal wieder auf 2 besonderen Strecken unterwegs. Bei genialem Laufwetter genoss ich den Ho Chi Minh Trail, der nur so vor Herbstlaub strotzte und man deshalb bei jedem Schritt aufpassen musste, damit man nicht die Steilkante runterrutschte.

Naabtal
Pilz auf Totholz
Ho Chi Minh Trail
Herbstzauber

Ansonsten war ich noch bei der Grube Austria in der Nähe von Maxhütte-Haidhof laufen. Beim ehemaligen Braunkohlefeld plane ich jedes Mal großzügige Fotostopps mit dem Smartphone ein. Obwohl der Tagebau Raubbau an der Natur bedeutet, übt dieser Fleck Erde eine besondere Faszination auf mich aus.

Grube Austria
Grube Austria
Grube Austria
Grube Austria

Die weiteren Laufeinheiten fanden zum Einbruch der Dunkelheit statt. Hierbei traf ich auf Jörg, der zuletzt innerhalb von wenigen Wochen an 2 Triathlon-Weltmeisterschaften teilnahm. Nach seiner Ironman Qualifikation bei der Langdistanz in Kopenhagen (eine meiner Lieblingsstädte) stand er nur 7 Wochen später an der Startlinie am Pier in Hawaii. Vor ihm lagen 3,86 km Schwimmen, 180 km Rad fahren und 42,195 km Laufen. Obwohl er auf Kona ein Rookie war, teilte er sich seine Kräfte in den jeweiligen Disziplinen sehr gut ein, verpflegte sich optimal und überhitzte nicht, was beim Rennen der Rennen nicht selbstverständlich ist. Heiß her ging es auch auf der Finish Line, auf der er von Mike Reilly mit den Worten „Jörg, you are an Ironman“ geadelt wurde. Damit ging für ihn unter Freudentränen ein Lebenstraum in Erfüllung. Wenige Stunden später ging der Moderator alias “the Voice of Ironman Triathlon” in Rente. Für Jörg dagegen ging es 2 Tage später aufgrund einer Corona Erkrankung weiter heiß her. Trotz der Widrigkeiten fokussierte er sich auf die Ironman 70.3 Ironman Weltmeisterschaft in Utah. Dieser Mitteldistanz-Triathlon (insgesamt 70.3 Meilen) fand nur 3 Wochen nach der Langdistanz WM statt und lag quasi auf dem Heimweg. Auf den letzten Drücker wurde er gesund und rockte auch diesen Kraftakt. Nun gilt für ihn: Beine hochlegen und regenerieren.

Doppelter WM Teilnehmer Jörg
Jörg beim Schwimmausstieg
Jörg in Aeroposition
Jörg im Ziel seiner Träume

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