Projekt 10/10 – Triathlon Kallmünz

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Mit einem Nüchterntraining startete ich in die vergangene Woche. Im Grundlagentempo lief ich 45 Minuten vor der Arbeit um die Regensburger Altstadt und in den Parks. Beim Laufen ohne Frühstück befindet sich der Körper schneller im Fettstoffwechselmodus. Dieses Training werde ich bis zum Landkreislauf wieder öfter einbauen, da die Kohlenhydratspeicher bei Ultraläufen nicht als alleinige Energiequelle reicht.

Nüchternlauf

Am Dienstag Abend war ich mit Freunden in der Innenstadt beim Essen. Auf dem Heimweg fragten mich drei Vespa Fahrer vom Dublin Scooter Club nach einem Pub. Spontan zogen wir gemeinsam um die Häuser und ladeten im Murphy`s Law.  Dabei erfuhr ich von dem verrückten Vorhaben, mit ihren geliebten Vespa Rollern von Irland nach Ungarn zum größten Vespatreffen zu fahren. Nach Regensburg kamen sie über Wales, England, Frankreich, Belgium und Holland. Die nächste Tour war bis nach Wien geplant, bevor am fünften Tag das Ziel in Ungarn bei den Vespa World Days Zanka erreicht ist.

Zwischenziel Regensburg
Dublin Scooter Club
Heimatliche Gefühle in der Ferne

Viele Jahre war am Ernst-Reuter-Platz in Regensburg Stillstand bzgl. dem Europabrunnen der bereits vor 22 Jahren angekündigt worden ist. 2015 wurde sogar in der Fernsehsendung „Mario Barth deckt auf“ darüber gepottet.  Einen Tag nach der Einweihung legte ich meine Laufstrecke so, dass ich den Brunnen besichtigen konnte. Der Römerrastplatz ist eine Mischung aus Kunst, Springbrunnen und einem Informationstool zur römischen Geschichte der Stadt.

Römerrastplatz

Zu einen besonderen Vortrag verschlug es mich am Mittwoch zum Sportgeschäft Lauf und Berg König. Jonas Koller erzählte dort von seiner Laufkarriere und seinem Verein LG Telis Finanz Regensburg. Er wuchs die ersten sechs Monate als Findelkind in einem Waisenhaus in Äthiopien auf. Nach der Adoption verbrachte er seine Kindheit im oberpfälzischen Velburg in der Familie der Adoptiveltern und spielte leidenschaftlich Fußball. Bereits während seiner Lehre zog er in das LG Telis Athlethenhaus, wo er mit seinen sportlichen Weggefährten ein ideales Trainingsumfeld fand. Trotz einiger Rückschläge gewann im Oktober 2017 beim Marathon in Frankfurt in persönlicher Bestzeit von 2:16:03 Std. den Deutschen Vizemeistertitel. Ein weiteres Highlight in seiner Karriere war die Teilnahme bei der Leichtathletik-Europameisterschaft in Berlin.

Jonas Koller

Mit dem Armin Wolf Laufteam bereiteten wir die Kinder der ersten und vierten Klasse der Kreuzschule für den KKH Lauf am Samstag vor. Nach einem spaßigen Aufwärmprogramm durch Rudi wurden die Kinder spielerisch zum Laufen mit der Reise nach Jerusalem und einer abgewandelten Form von Tic Tac Toe durch die Holly gebracht. Speziell letzteres stieß auf große Begeisterung und wird zukünftig sicher öfter mit in die ehrenamtliche Schulsportarbeit mit eingebunden. Abwechslung zum Laufen brachten die Baseball- und Fußballgrundlagen, die vermittelt wurden.

Dribbel- und Torschußtraining
Holly aus den USA mit ihrem Nationalsport

Im Anschluß fuhr ich mit dem Triathlonrad nach Kelheim zum Schleiferturm. Nachdem der Hinweg über Viehhausen hügelig war, ging es flach an der Donau entlang zurück. Bei Bad Abbach traf ich auf Andrea und Thomas vom Skiclub Großberg, die beide vom (Halb-) Marathon in Regensburg berichteten. Stolz waren sie auf ihren Schwiegersohn Maximilian, der beim HM den zweiten Platz belegte.

Schleiferturm

Eine lockere Einheit vor dem Triathlon am Samstag absolvierten die Susanne und ich auf der RT Bahn. Hier lag der Fokus auf der Technik und die Beweglichkeit. Fußgelenksarbeit, Skippings, Abdruck, etc. Am Ende der Stunde und einigen Aha-Effekten bremste sich die Susanne weniger selbst aus und konnte mit dem gleichen Energieaufwand etwas schneller laufen.

Lauftechniktraining

Der Samstag begann mit dem KKH Lauf. Hier habe ich mit dem Armin Wolf Laufteam die Schüler der Kreuzschule auf der Strecke begleitet und motiviert. Prominente Unterstützung gab es durch Dieter Baumann, dem 5000 Meter Olympiasieger von 1992 in Barcelona . Er feuerte die Kids an und sorgte für gute Laune. Nach dem Lauf konnte das Armin Wolf Laufteam noch einen Spendenscheck an Special Olympics übergeben. Das Ziel von Special Olympics ist es, Menschen mit geistiger Behinderung durch den Sport zu mehr Anerkennung, Selbstbewusstsein und letztlich zu mehr Teilhabe an der Gesellschaft zu verhelfen.

Anfeuerung durch Dieter Baumann

Direkt nach dem KKH Lauf machte ich mich auf nach Kallmünz zum Triathlon. Im Gepäck hatte ich meinen Neoprenanzug, das Rad und meine Laufschuhe. Dabei absolvierte ich die sogenannte Kurzdistanz für das Team Peppex Sports mit 1,5 Kilometer Schwimmen, 35 km Radfahren und 10 km Laufen. Da wir in der Naab schwimmen, wird erst 750 Meter gegen die Strömung angekämpft, bevor es etwas entspannter mit der Strömung zurück zum Schwimmausstieg geht. Die Radstrecke führte uns über zwei Runden nach Burglengenfeld. Dabei war etwas windig, aber es spielt keine Rolle, da diese Bedingungen für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer gleich waren. Im Ziel klatschten die beiden Gaudimoderatoren Rudi und Stephan die Finisher auf der Ziellinie ab. Für einen reibungslosen Ablauf sorgten u.a. die beiden Wettkampfrichterinnen Elli und Michi.

Leiden auf den letzten Metern
Wettkampfrichterinnen Michi und Elli

Zur Regenreneration besuchte ich am Pfingstsonntag in Regensburg das kürzlich eröffnete Bayerische Museum. Dabei stehen die Menschen in Bayern, alle Stämme und auch die Zugezogenen im Mittelpunkt. Der rote Faden in der Dauerausstellung lautet: Wie Bayern Freistaat wurde und was ihn so besonders macht.

Zitat vom Staatsminister Bernd Sibler: „Dieses Museum ist die Schatzkammer unserer Geschichte, es ist ein Juwel in unserer Museumslandschaft. Es macht einen bedeutenden Teil unserer Vergangenheit sicht- und erlebbar. In der neuen Dauerausstellung erzählen hochrangige Ikonen und persönliche Erinnerungsstücke jeweils ihre ganz eigenen Geschichten. Zusammen zeichnen sie auf beispielhaftem Niveau ein spannendes und facettenreiches Bild unserer Geschichte. Hier finden wir ein Stück Heimat!“

Bayerisches Museum

 

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