Projekt 10/10 – dunkel, kalt, Perchtenlauf

Die vergangene Trainingswoche war nass und kalt. Zudem ist es bedingt durch die Jahreszeit auch noch dunkel, wenn ich Feierabend habe. Deswegen bevorzuge ich heuer mehr als sonst die alternativen Trainingsmöglichkeiten unter Dach und Fach. Zur Not geht es dann mit dem alten Rennrad auf den Rollentrainer, der sich auf dem einsamen und trostlosen Dachboden befindet. Da gefällt mir doch besser das wöchentliche Street-Fit Rumpfstabi-Training donerstags.

Street-Fit Spaß

Montags finden immer die Sessions im Bergsport360 Keller statt. Hier gibt es Übungen zur Mobilität, Kraft und Koordination. Aber auch schweißtreibende Tabata- und Bring Sally Up Workouts kommen nicht zu kurz.

Bergsport360 Keller

Der Mensch ist ein anpassungsfähigen System. Wenn der Körper keine neuen Reize bekommt, findet keine Anpassung für ein höheres Level statt. Deswegen stand heuer soviel  Beinkrafttraining wie noch nie bei mir an. Dadurch bin ich zuversichtlich, dass ich erfolgreich im Frühjahr in die Wettkampfsaison starten kann. Neue Reize braucht das Land!

Das Westbad hatte ich seit meinem letzten Triathlon im Juli auch nur noch selten aufgesucht, da das Wetter bis Mitte November ideal zum Radeln war. Nun werde ich aber wieder verstärkt an den kalten und nassen Tagen im wetterunabhängigen Hallenbad an meiner Schwimmform feilen. Noch dazu, weil im Dezember der 400 Meter Schwimmtest für tRi.P.coaching als Standortbestimmung zu absolvieren ist.

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Am Freitag fand die Weihnachtsfeier vom Armin Wolf Laufteam statt. In einem ungezwungenen Rahmen wurde dann ein Schauspiel aus der Feder vom Teammitglied Felix Potschatka aufgeführt. In einem witzigen Jahresrückblick kam das Talent von der Dani für die Schauspielkunst in der Paraderolle als Christkind zu Tage.

Christkind Dani

Das reichhaltige Essen des feierlichen Anlasses lief ich mir am Tag darauf mit Simon bei einer schönen Donaurunde, zumindest teilweise, wieder runter. Endlich ein Lauf im Grundlagenbereich. Das qualifizierte den Meisterfotografen (Geschichten von Simon) für weitere gemeinsame Einheiten.

Donaurunde

Passend zur dunklen Jahreszeit zogen am Samstag die Perchten durch die Regensburger Altstadt. Mit lauten Glocken und furchteinflößenden Masken trieben dabei die Regensburger Deifeln, D`Woid Krampal und die Regentaler Bergdeifeln die bösen Geister des Winters aus. Dieses Brauchtum gibt es hauptsächlich in den Rauhnächten zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag in Bayern, Österreich und Südtirol. Nicht überall geht es dabei so harmlos zu wie in Regensburg. Im Südtiroler Latsch bekam mein Sportfreund Sepp Mantinger in seiner Jugendzeit als „Tratzer“ einige saftige Rutenschläge verpasst.

Regentaler Bergdeifln
Perchten
Perchte vorm alten Rathaus
Perchte beim Spiel mit dem Feuer
Unzähmbar
Kontrast zu den Fratzen

Auf Schnee und Glatteis durfte sich das Surly Fatbike von Free Wheels heute endlich wieder in seinem natürlichen Lebensraum austoben. Das hat wieder mächtig Spaß gemacht. Während die gewöhnlichen Räder bei diesen Bedingungen schnell ins Rutschen kommen, war es für mich mit den breiten Reifen ein Kinderspiel, jederzeit die Kontrolle zu behalten.

Regensburger Weltwunder: Steinerne Brücke
Historische Wurstkuchl
Stadtpark

Zu guter Letzt darf ich euch noch den mehrfachen Europameister Wolfgang Scholz vorstellen. Er vertritt mit dem Nordic Walking eine Sportart, die häufig unterschätzt wird. In der Oberpfalz gibt es kaum eine NW Veranstaltung, bei der er nicht antritt und überlegen siegt.  Ursprünglich kommt Wolfgang vom Turniertanzsport. Hierbei stehen mehrere Bayerische Meistertitel zu Buche. Durch Zufall ging es heuer zum Bahnengehen (RaceWalking). Nach wenigen Wochen intensiver Vorbereitungszeit reichte es auch hier für Podestplätze bei den Bayerischen Meisterschaften. 2019 hat der begnadete Power Walker mit der Hallenweltmeisterschaft und der Europameisterschaft ambitionierte Ziele vor sich. Erfolg hin oder her. Schwer beeindruckt hat mich das Armin Wolf Teammitglied noch mehr bei diversen Benefizveranstaltungen und bei seiner ehrenamtlicher Tätigkeit im Schulsport. Außerdem lässt er keine Gaudievents aus, wie z.B. den Schneeballbiathlon in Dietldorf oder das Vertical Up Rennen in Kitzbühel. Bis Ende Dezember kann man Wolfgang Scholz noch zum Sportler des Jahres wählen:

https://www.mittelbayerische.de/erlebniswelt/sportler-des-jahres/sportler/sportler-des-jahres-2018-23783-vot4554.html?opv=vote&vote=4558#voting_detail

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