Projekt 10/10 – Coffee2Run

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Diese etwas ruhigere Trainingswoche begann am Dienstag wieder mit einem Nüchternlauf rund um die Regensburger Altstadt. Gestartet bin ich beim 8,5 Hektar großen Stadtpark, der zur Kreisausstellung im Jahre 1910 angelegt wurde und später als Schießplatz, Friedhof, Steinbruch und Stadthallengelände genutzt wurde. Weiter ging es zum Herzogspark, der nach der Herzogin von Württemberg benannt ist und aus dem ehemaligen Stadtgraben und einer ehemaligen Bastei besteht. Anschließend lief ich an der Donau zum Villapark, der Ostenallee und der Fürst-Anselm-Allee zum Dörnbergpark und wieder zurück. Ich war also die ganze Zeit nur in der Stadt und trotzdem immer im Grünen oder am Wasser.

Gartenkultur in Regensburg

Die zweite Einheit des Tages fand am Abend in Regenstauf statt. Vier Ladys sind hoch motiviert und möchten in den Laufsport einsteigen. Um gleich an Anfang vieles richtig zu machen, gab es ein Techniktraining von mir. Nach einem kurzen theoretischen Teil ging es an die Praxis. Typische Anfängerfehler wurden ausgemerzt und effizientes Laufen aufgezeigt und eingeübt. Nachdem ich mit der Stunde fertig war, kam sogar von den Laufschülern der Vorschlag, noch eine Runde zu laufen. Trotz Regen! Das ist das beste Zeichen, dass es an der Motivation nicht fehlt. Jetzt gilt es, das Laufen regelmäßig in den Alltag einzubauen und zu üben. Dazu habe ich vorgeschlagen, dass diese Gruppe zwei feste Termine in der Woche ausmacht. Geteilte Leid ist halbes Leid! Außerdem kann man sich dann gegenseitig korrigieren. Die Lernzielkontrolle findet in ein paar Wochen statt.

Spaß beim Lauftechnik Training

Die zweite Nüchterneinheit und das dritte Lauftraining innerhalb von 24 Stunden fand am Mittwoch in der Früh vor der Arbeit statt. Dabei lief ich am Schloss St. Emmeram des Fürstenhauses Thurn und Taxis vorbei. Dieses ist Ende des 19ten Jahrhunderts aus den Gebäuden eines Klosters entstanden. Das nächste Ziel war das Schwammerl. Dieser Fliegenpilz ist ein echtes Regensburger Original und nicht mehr vom Stadtbild wegzudenken. Trotzdem drohte dem heutigen Stehcafe die Abrissbirne. Da es ein besonderes Wahrzeichen der Stadt ist, wurde es 2003 unter Denkmalschutz gestellt. In den 50er Jahren wurde dieser Kiosk mit rund fünf Quadratmeter von der Firma Waldner im Allgäu erfunden, um den Milchabsatz anzukurbeln, weil u.a. Coca Cola verstärkt am Markt auftrat. Deshalb wird es nach vielen Jahrzehnten immer noch liebevoll Milchschwammerl genannt. Von 49 produzierten Pilzen sind nur noch ein paar wenige erhalten.

Südflügel vom Schloß Thurn und Taxis
Schwammerl

Nach einer kleinen Auszeit bzgl. dem Coffee2Run Sportlernetzwerk traffen wir uns am Mittwoch im Friseurladen Senseaon von Thomas Eusemann. Be diesem Restart lag der Fokus auf dem Theama Regeneration. Der mehrfache deutsche Triathlonmeister Hendrik Becker hielt einen ausführlichen Vortrag über seine spannende Karriere, seine Erfahrungen bzgl. dem Triathlontraining, Motivation und eben hauptsächlich über die Regeneration. Wer Lust hatte, konnte zusätzlich die Produkte von Recoflow testen.

Hendrik
Intermittierende Kompressionsbehandlung der Beine

Weiter ging es mit einer Neuheit. Franzi Reng hatte ihr druckfrisches Baby in den Händen. Das Printmagazin „Podium“ orientiert sich nicht an den typischen Werbeanzeigen und Rubriken der anderen Magazinen. Es ist stattdessen alles ganz clean und übersichtlich. Tiefgründige Interviews zusammen mit ausdrucksstarken Bilderstrecken. Kein Schnickschnack, dafür hohe Qualität von außen und von innen. Sowohl von der optischen und haptischen Seite als auch von den inhaltlichen Aspekten her. Es ist das Ergebnis von über acht Monaten Arbeit, Stress und Leidenschaft. Für diese knappe hundert Seiten Papier hatten Franzi, Alex, Marcel und Markus ihre Partner monatelang vernachlässigt. Zu allem Überfluss wurde Marcel beim Giro in Italien auch noch das gesamte Kamera-Equipment aus dem Auto gestohlen und so stand das Podium-Team im Frühjahr gefühlt vor dem Nichts. Hier zeigte sich aber, auf wie viel Rückhalt und Support sie vertrauen konnten. Mithilfe von Fundraising und unglaublichen Spendensummen durch Leistungssportler, die die fotografische Arbeit von Marcel zu schätzen wussten, gelang es, eine komplett neue Ausstattung zu finanzieren. Das Glück ist mit den Tüchtigen. Allerdings musste dadurch der ursprünglich für Juli geplanten Erscheinungstermin im Rahmen der Challenge in Roth abgesagt werden. Stattdessen fand  die Premiere dann im etwas kleineren Stil beim Allgäu Triathlon am 18. August statt. Der zweite offizielle Termin bzgl. der Vorstellung fand dann bei unserem Coffee2Run statt und wurde vom Publikum begeistert angenommen. Danach feierten wir auf der genialen Seseason Dachterrasse noch unsere fast schon legendäre Coffee2Run-Sommerparty.

Franzi
Stefan mit dem Magazin Podium
Coffee2Run Sommerparty auf der Senseason Dachterrasse

Eigentlich ist am Donnerstag das Laufen mit dem LLC angesagt. An diesem traf ich mich ausnahmsweise mit dem MR Lauftreff im Gewerbepark. Mit Lilla und Konrad lief ich eine Stunde flach am Donaudamm entlang nach Tegernheim und zurück. Das war für mich eine sehr schöne Abwechslung zu den sonst üblichen Strecken im Regensburger Westen. Direkt danach gab es noch ein straffes Treppentraining um für einen zusätzlichen Reiz zu sorgen. Zum Auslaufen drehte ich noch einige Runden um den kleinen See im Gewerbepark.

Seerunde

Am Freitag lief ich mit dem Ultraläufer Albert vom Skiclub Großberg auf den genialen Singletrails im Naabtal bei Etterzhausen. Von Ebenwies jagte er mich hoch zur oberen Kante vom ehemaligen Schotterwerk, das an drei von vier Seiten am Naturschutzgebiet Greifenberg angrenzt. An Kneiting vorbei ging es nach Mariaort zur Wallfahrtskirche „Heilig Kreuz“. Auf dem Marienwanderweg ging es nach zwei Stunden zurück.

Trailabenteuer mit Ultra Albert

Den ganzen Samstag verbrachten Marge und ich mit der Motorsäge und Schutzkleidung bei 30°C im Wald. Die Borkenkäfer haben viele Bäume befallen und absterben lassen. Typische Kennzeichen sind die Fraßgänge auf der Innenseite der Rinde, Bohrmehlspuren am Stamm, Nadelfall und -verfärbung. Da häufig Fichten betroffen sind, pflanze ich seit langer Zeit Alternativen wie Ahornbäume an.  Abends wollte ich noch einen regenerativen Lauf absolvieren. Allerdings war ich durch die harte Waldarbeit und den Hitzetemperaturen so platt, dass ich nur drei Kilometer lief. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt so eine kurze Strecke in Angriff nahm.

Alternativsport

Den langen Lauf bewältigte ich am Sonntag mit Caro und Stephan. Vom Westbad aus liefen wir zuerst zur Marienhöhe hoch und weiter auf den Singletrails nach Etterzhausen und Pettendorf. Hier war nach etwas mehr als 15 Kilometern die geplante Endstation von Caro. Stephan und ich liefen dann über den Bischof Wittmann Steig hoch und weiter nach Kager. Erneut sammelten wir Höhenmeter als wir die Winzerer Höhen in Angriff nahmen. Über die Dreifaltigkeitskirche im Stadteil Steinweg-Pfaffenstein ging es nach über 30 km zum Ziel beim Westbad.

Etterzhausen
Ultra Stephan
Warnung vor den Läufern

In der Wochenendausgabe der MZ war ein Artikel über meinen zehnten Ultralauf bei der zehnten Veranstaltung vom Mittelbayerische Landkreislauf:

https://www.mittelbayerische.de/region/regensburg-stadt-nachrichten/seebauer-lebt-fuer-den-landkreislauf-21179-art1819750.html?fbclid=IwAR0KKiRTE-CMz1jpOvB-IJ6hbx2Q_JMLHPu9y7wEZE1aPPnSZPDFgOIZlsM

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