Jetzt schlägt es 13 – Landkreislauf

Daniela und Matthias kennen es schon, dass ich immer kurz vorm Landkreislauf dringend noch einen Termin bei physioAKTIV Koder brauche, um fit an die Startlinie gehen zu können. Nachdem es sich in den vergangenen Jahren um einzelne spezifische Wehwechen handelte, durfte mich Matthias nach meinem Transalpine Run wenige Tage zuvor dieses Mal komplett neu ausrichten. Was er auch mit Kraft und Bravour meisterte und ich fühlte mich wie neu geboren.

Matthias

Trotzdem schmerzte meine Hüfte etwas, als ich 2 Tage vorm Landkreislauf die letzte Etappe mit 6,4 km von Kallmünz nach Holzheim a.F. lief. Die Vorbelastung mit 8 Tagen Laufen über die Alpen eine Woche vor meinem Saisonhighlight war dann doch des Guten zu viel. Deswegen ließ ich dann ausnahmsweise meinen letzten Lauf zum Spannungsaufbau einen Tag vorm Wettkampf ausfallen. Dementsprechend nahm ich mir auch vorm Startschuss die Zeit für die Übungen von Ralf (tri.P.coaching), die meine Hüftprobleme in Schach halten.

LKL

Und dann war es endlich so weit: Der Startschuss in Nittendorf fiel und gemeinsam mit vielen weiteren Läufer:innen ging es in Richtung Sinzing. Aber bereits nach 6,4 km beim Weiler Vogelsang merkte ich meinen linken Oberschenkel, der zwickte. Genau die Muskulatur, mit der ich in den Alpen bei den heftigen bergab Passagen bremste. Dementsprechend langsam lief ich diese Steigung runter und nahm erst wieder in der Ebene Fahrt auf. Dort traf ich nach der ersten Wechselzone (für die Staffelläufer:innen) auf meine Radbegleiter Matthias und Stephan. Von nun an ging es mit Musik und viel Gaudi für lange Zeit an der Schwarzen Laber entlang. Landschaftlich trotz Nieselregen mit ein paar Schauern wunderschön, allerdings wurden die Trails immer rutschiger. Dadurch war es auch für die Begleitradler immer schwieriger, auf der Spur zu bleiben.

Triathlet Matthias als Radbegleitung
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Radbegleitung

Nach rund 30 km bemerkte ich jeden Muskel, den ich beim Transalpine Run brauchte. Allerdings traf ich dann bald auf den Naabtal50 Veranstalter Andy, mit dem ich mir das steile Stück hoch nach Hardt eine Gehpause gönnte. Hierbei erfuhr ich auch von der nächsten Veranstaltung, die er mit seiner Partnerin Tini plant. Ihr dürft gespannt sein!

Andy von Naabtal50
Anfeuerungen von den Momstars für Sabine und mich

Aber nicht nur die Ortschaft heißt Hardt, auch die nächste Etappe bis nach Hohenfels war mit über 11 km und vielen Höhenmetern die härteste des Tages. Dachte ich zumindest. Denn auf den letzten 20 km gesellten sich wie in den Vorjahren Chris mit seiner Tochter Anna vom Armin Wolf Laufteam zu mir.

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Und Chris gab mir sofort die Pace vor. Dadurch waren die beiden vermeintlich leichten Etappen nach Rohrbach und weiter nach Kallmünz alles andere als easy. Erst als ich auf der letzten Etappe die markante Kapelle am Blümlberg am Zielort sah, setzte ich zum Schlusssprint in meiner Heimatgemeinde an. Müde und mit schweren Knochen, aber überglücklich fiel ich meinen Freunden und Kolleg:innen in den Arm.

Radbegleitung Anna
Blut, Schweiß und Tränen

Nachdem ich in den vergangenen Jahren einige 3te und 4te Plätze beim Landkreislauf einfahren konnte, reichte es dieses Mal nur für Platz 12. Diese ist die schlechteste Platzierung bei allen Ultraläufen, die ich bisher absolvierte. Allerdings war nach meiner Alpen-Tortour nicht mehr drin. Zudem überwog die Freude, dass ich meine Serie weiterführen konnte, dass ich als einziger Ultra alle Landkreisläufe im Alleingang bewerkstelligen konnte.

Gefeiert wurde natürlich auch noch

 

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