Das volle Dutzend – schneller als der Schatten von Lucky Luke

Es kommt selten vor, aber am vergangenen Dienstag hatte ich Lust auf eine Radeinheit auf der Rolle. Da ich zuletzt im Frühjahr mein altes Rennrad auf dem Dachboden eingespannt hatte, bedurfte es zuerst etwas Materialpflege, bevor ich in die neue Trainingswoche starten konnte.

Rollentraining

Am Mittwochabend kamen Lydia und ich beim 1:1 Coaching von einfachmachen.jetzt in den neuen Büro im Degginger sehr zügig mit der Erreichung meiner Ziele voran. Mit jeder Stunde wird mir klarer, warum beim St. Gallener Modell von einem 5-dimensionalen Modell gesprochen wird. Durch diese Systematik wirken die Lösungen deutlich nachhaltiger.

Degginger

Direkt im Anschluss machte ich mich auf dem Weg zum Orthopädie Traumatologie Centrum (OTC). In der Akademie im Dörnbergforum hielt Sebi Neef nach der Einleitung durch den Hausherren Dr. Michael Dengler den Vortrag: „Vom Local Hero zum internationalen Profi-Triathleten“. Dabei begann er mit verschiedenen Sportarten, die er in seiner Jugend ausprobiert hatte. Mit 10 Jahren war auch sein erster Triathlon im Roither Weiher dabei, bevor er sich wieder verstärkt auf sein Fahrrad konzentrierte. Über den Team-Radsport kam er erneut zum individuellen Triathlon, bei dem er selbst für seine Fehler und Leistungen verantwortlich ist und nicht von Mannschaftskollegen abhängig ist. Dabei war er so erfolgreich, dass er ab 2013 als Profi starten konnte. Seine ersten Siege in der Anfangszeit konnte er auf Strecken erzielen, bei denen der Radpart anspruchsvoll ist (z.B. Immenstadt, Transvoralberg, Tristar 111 Switzerland). Gerne gesehener Gast ist er in seiner Heimatstadt Regensburg, in der er von 2012 bis 2017 alle Tristar Dreikämpfe gewonnen hat. Außerdem wurde er 2017 zuhause bei der Challenge Regensburg in 8:10 Stunden Deutscher Vizemeister auf der Langdistanz.
Dabei erlebte er neben den Erfolgen auch immer wieder Rückschläge. Trotzdem ist Sebi jeden Tag dankbar, dass er seine Leidenschaft zum Beruf machen konnte. Die (fast) wettkampffreie Zeit nutzte er, um sein Studium abzuschließen.

Sebi Neef: “Vom «Local Hero» zum internationalen Profi-Triathleten”
Sebi Neef: “Vom «Local Hero» zum internationalen Profi-Triathleten”
Sebi Neef: “Vom «Local Hero» zum internationalen Profi-Triathleten”
Sebi Neef: “Vom «Local Hero» zum internationalen Profi-Triathleten”.
Triathet Jörg war gespannter Zuhörer
Sebi Neef: “Vom «Local Hero» zum internationalen Profi-Triathleten”

Den schönen Tag am Donnerstag nutzte ich für eine Adlersberg-Runde mit dem Rennrad. Nach einem Schlenker über Regendorf ging es über Hainsacker nach Pettendorf. Dort besuchte ich Theresa und Andy, die für Flüssigkeits-Nachschub sorgten.

Schönes Wetter ausgenutzt

Der Veranstalter Erdanziehung machte aus der (Corona-) Not eine Tugend und übertrug am Donnerstagabend den Vortrag von Thomas Huber per Livestream. Er gehört mit seinem Bruder Alexander (Huberbuam) zu den bekanntesten Bergsteigern der Welt. In seinem Programm „Mein steiles Leben“ berichtete er fesselnd über die Liebe zur Familie, zum Leben und zu den Bergen in der Heimat und in der Ferne. In der anschließenden Fragerunde nach dem Geheimnis der ewigen Jugend der Huberbuam gab er mit einem Augenzwinkern zur Antwort, dass es wohl die langen Haare wären. Wenn dem so ist, dann sehe ich dem Alter gelassen entgegen. Nach ein paar Sekunden Bedenkzeit meinte er, dass man jung bleibt, wenn man aus allem das Beste macht. Aktuell ist er wegen Corona mit Reisen stark eingeschränkt. Aber er nutzt die Zeit nun zum Bouldern, zum Gleitschirmflug oder zur Besteigung des Untersberg (nördlichstes Massiv der Berchtesgadener Alpen) vor seiner Haustüre mit Laura Dahlmeier.

Am Freitag schnürte ich meine Trailschuhe für einen 1,5 Stundenlauf im Schlamm. Zwischen den Winzerer Höhen und der Watzlik Kapelle verdoppelte sich das Gewicht meiner Schuhe. Als ich auf den MTB Trails beim Aichahof Gas gab, konnte ich mich dem Zusatzballast wieder entledigen.

Traillauf
Traillauf
Herzogspark

Richtig Spaß hatte ich am Samstag in der Früh beim tRi.P.coaching Training. Dabei zeigte uns Ralf viele Übungen für die Motorik, bevor wir 13 kurze Intervalle liefen. Dabei war ihm eine saubere Technik wichtiger als das letzte Quäntchen Speed.
Ralf hatte die Zusammenkunft genutzt, mit seinem Trainingstriathlon-Team zu feiern und den Teamspirit hochleben zu lassen.

Teamspirit
Kurze Intervalle geballert

Direkt danach stand für mich bis zum Einbruch der Dunkelheit schwere Waldarbeit an. An Ausruhen war nicht zu denken, da Sabine im Minikreis ihren Geburtstag in der Regenstaufer Eichmühle feierte.

Waldarbeit
Tellergroßes Exemplar

Durch die Vorbelastung stand ich um 2:15 Uhr müde und mit etwas wackeligen Beinen an der Startlinie des Bestzeitenlaufes. Diese Veranstaltung hatten Alexandra und Armin Wolf für das Laufteam bereits 2017 organisiert und heuer wiederholt. Damals bin ich auch angeschlagen an den Start gegangen, weil ich zuvor mit dem IronViking den härtesten Marathon der Welt (Veranstalterangabe) mit über 100 kräftezerrenden Hindernissen bei Wind, Kälte und Regen bewältigt hatte. Der Clou beim Bestzeitenlauf ist, dass am Tag der Zeitumstellung von der Sommer- auf die Normalzeit um 2:15 Uhr gestartet wird und die Firma Zeitgemaess auf die Urkunde die Beginn- und Endzeit druckt. Durch das Zurückstellen des Zeigers von 3:00 Uhr auf 2:00 Uhr kamen Oli und ich um 2:17 Uhr ins Ziel. So wurden aus 62 Minuten für 12 km nur noch 2 Minuten. So schnell zielte nicht mal der wortkarge Cowboy Lucky Luke, der vor über 70 Jahren mit seiner Geschwindigkeit in die Geschichte einging. Wenn seine Kugel den Schatten aus 3 Metern traf, bevor der Schatten zielte, war er schneller als die 10 Milliardstel Sekunden, die das Licht bis an die Wand brauchte. Allerdings klappt das nicht nur bei Lucky Luke, sondern immer beim Licht, weil das ein grundlegendes Naturprinzip ist. Oli und ich hätten bereits nach knapp 50 Minuten und dem geplanten Viertelmarathon über die Ziellinie laufen können. Da wir aber Lucky Luke nicht ausstechen und keine Minuszeit auf der Urkunde haben wollten, verlängerten wir die Strecke auf 12 km.

Fleißige Helfer beim Bestzeitenlauf
Bestzeitenlauf
Ultramarathon Mom Holly mit Tochter und Freundin Amelia
Bestzeitenlauf
Feuriger Start
Bestzeitenlauf

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