Das volle Dutzend – Weihnachtssingen

In der vergangenen Sportwoche war der Mountainman Lebkuchen-Run das Highlight. Bei dieser Home Run Variante der Weihnachtstrilogie sollten 10 km bewältigt werden. Da es auf den Winzerer Höhen und im Regensburger Hafenviertel so viel Spaß machte, verdoppelte ich die gelaufenen Kilometer und durfte den Mountainman Lebkuchen dann umso mehr genießen.

Mountain Man Lebkuchen Run
An der Donau

Im Gegensatz zu dem Mountainman Lauf und einer Radeinheit absolvierte ich die Grundlagenläufe alle erst nach Feierabend in der Dunkelheit. Deswegen lief ich häufig im Schein der Straßenlaternen oder wie am Sonntagabend durch die weihnachtlich geschmückte Fußgängerzone. Jede bedeutende Gasse in der Altstadt von Regensburg hat eine individuelle Adventsbeleuchtung.

Ostentor
Weihnachtsbeleuchtung
Weihnachtsbeleuchtung
Weihnachtsbeleuchtung
Weihnachtsbeleuchtung
Weihnachtsbeleuchtung
Weihnachtsbeleuchtung
Weihnachtsbeleuchtung
Thon-Dittmer-Palais

Die Leukämieerkrankung des Kollegen Basti ließ den Sport die letzten Tage in den Hintergrund geraten. Obwohl ich mich vor Ewigkeiten schon bei der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern (AKB) registrieren ließ, habe ich mir nun auch von der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) ein Test-Kit zur Bestimmung der Gewebemerkmale zuschicken lassen. Grund dafür sind ein paar Umzüge in den letzten 15 oder 20 Jahren, seitdem ich registriert bin. Dadurch bin ich mir nicht sicher, ob eine mögliche Nachricht als potentieller Spender zu mir durchdringen würde.
Basti ist 32 Jahre jung und hat noch viele Ziele und Träume. Die Diagnose Blutkrebs hat ihn vorerst gestoppt, er möchte aber dafür kämpfen, weiterhin Zeit für Familie und Freunde zu haben. Dabei hilft ihm seine positive Einstellung, allerdings braucht er uns als Stammzellenspender. Deshalb bitte ich DICH: Mund auf, Stäbchen rein, Spender sein! Vielen lieben Dank im Voraus!

Leben retten!

Im Gegensatz zu den beiden Vorjahren, bei denen das Regensburger Weihnachtssingen von Armin Wolf und HC Wagner in der Baseballarena stattfand, war das diesjährige Motto: #Dahoam. Per Livesendung auf TVA wurde die weihnachtliche Stimmung mit der Musik der Big Band Convention Ostbayern und der Nachwuchs-Chöre der Domspatzen in die Wohnzimmer gebracht. Neben den Eisbären Regensburg, den Baseball Legionären, den Handballerinnen des ESV 1927 und erstmals den Spielern des SSV Jahn durften auch wir vom Armin Wolf Laufteam uns wieder auf fremdes Terrain begeben und zwei Lieder beisteuern. Die Erlöse kommen dem Haus Mutter und Kind der KJF Regensburg zugute. Dort finden junge Mütter mit ihren Kindern eine Unterkunft, die psychischer und körperlicher Gewalt ausgesetzt waren. Wer nicht zuschauen konnte, der hat am 25.12. und 26.12., jeweils um 17:30 Uhr, nochmals auf TV Aktuell die Gelegenheit, sich u.a. auch noch von der Ukulele Fever Band, den Noble Players, von B‘n’T und vor allem von Michael Lex verzaubern zu lassen.

Weihnachtssingen

Richtig Spaß hat die virtuelle Weihnachtsfeier der Technikabteilung (Entwicklung, Konstruktion, Qualität) am Freitagabend gemacht. Hierzu bekamen die 16 Teilnehmer_innen im Vorfeld ein paar Biere aus der Region der beiden Teamleiter Jens und Christoph. Ich weiß MS Teams sehr zu schätzen, war zuvor aber etwas skeptisch, ob die Geselligkeit bei der Feier per Bildschirm übertragbar ist. Diesbezüglich habe ich mich gerne eines Besseren belehren lassen. Auch in diesen Stunden haben wir an Basti und seine Diagnose gedacht und wollten ihm beistehen. Deswegen haben wir ihm die Botschaft „Kämpf weiter Basti“ übermittelt.

Weihnachtsfeier
Passender Kronkorken
Aufmunterung für Basti

Mit Begeisterung habe ich auch in der vergangenen Woche den Geschichten des Kallmünzer Nachtwächters zugehört, der an jedem Adventskalendertag ein kurzes Video veröffentlicht. Auf der Facebook Seite der Freien Wähler Kallmünz erzählte er, wie es zu dem Sühnekreuz im Rondell der Steinernen Brücke in seiner Marktgemeinde kam und dass Charles Palmie seinem Wahlort den Beinamen „Perle des Naabtals“ gab. Interessant war auch, was im Jahre 1713 NICHT passiert ist. Während in und um Regensburg die Pest wütete, beteten die Kallmünzer zum Heiligen Sebastian und gaben das Gelübde, eine Kapelle auf den Auberg zu bauen, wenn ihr Ort verschont bleibt. Obwohl die Seuche bis Hochdorf und Burglengenfeld vordrang, wurde der Markt verschont und dementsprechend errichtete die Bürgerschaft ein Kirchlein auf dem Berg, das im Inneren mit Bildern aus der Pestzeit geschmückt ist. Der Nachtwächter Bernhard berichtete auch von der Zengerbrücke (Vergleich mit der Rialtobrücke in Venedig) und vom Zoiglbier, welches vor Ort gebraut wird und ein echter Schluck Nordoberpfalz ist. Hinter den letzten beiden Adventskalendertürchen waren das Keuche Haus, welches das Gefängnis vom Landgericht war und von der Osterloch Tropfsteinhöhle beim Hammertor. Den Wassertropfen daraus sprach man früher eine heilende Wirkung bei Augenleiden zu.

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