Das volle Dutzend – Kallmünzer Malerwinkel

Bei meinem Training um die Feiertage war ich nur in Laufschuhen unterwegs. Das Rad hatte ich tatsächlich eine Woche links liegen gelassen. Das dürfte sich die nächsten Wochen ändern, da ich das Surley Fatbike von Free Wheels wieder öfter nutzen möchte. Gerade jetzt in der Winterzeit spielt es seine Vorteile aus. Schwimmen kommt aufgrund vom Lockdown eh nicht in Frage.

Die Laufenheiten im Grundlagenbereich  verbrachte ich am Dienstag zur späten Stunde rund um die Regensburger Altstadt (u.a Alleengürtel). Für Heilig Abend war der Ho-Chi-Minh-Pfad fest eingeplant, aber dieser war durch den Regen zuvor so aufgeweicht, dass ich an der Naabtalsteilkante nur gerutscht bin. So suchte ich mir eine alterntive Strecke in Greifenberg und in den Weltenhofener Hängen. Für weitere Abwechslung im Lauftraining sorgte ich am Freitag mit einer Einheit in den Kieferwäldern zwischen Regenstauf und Ponholz, sowie am Sonntag auf den Trails an der Donau entlang im Kelheimer Landkreis. 

Regensburg
Feierabendlauf
Rehtal
Ho-Chi-Minh-Trail
Weihnachtsstimmung auf den Winzerer Höhen
Waldlauf
Winterzeit? Nicht wirklich zu erkennen.
Buchenwald

Die härteste Einheit der vergangenen Woche war das Treppentraining am Mittwoch in Kapfelberg. Während des 30-minütigen Einlaufens an der Donau konnte man zusehen, wie schnell sich  der Nebel verdichtete. Von den 204 Stufen waren die letzten 25 gesperrt. Dadurch gestalteten Michi und ich das Training intensiver, wenn es schon nicht so ausdauernd wie gewohnt stattfinden konnte. Dabei wechselte ich zwischen ein und zwei Stufen ab, was für leichten Muskelkater sorgte.

Kapfelberg Treppe
Nebel bei Kapfelberg
Nebel bei Kapfelberg
Treppentraining am Tag vor Heilig Abend

Wie seit dem 1ten Tag des Adventskalenders, freute ich mich auch die letzten Tage auf die Geschichten vom Kallmünzer Nachtwächter auf der Freien Wähler Facebookseite der Marktgemeinde. U.a. berichtete er vom Brunntor in Richtung Eich, welches eines von ehemals 4 Toren war. Dies wurde samt der kleinen Wohnung darüber 1968 zu einem Großteil abgerissen, weil man mit den modernen Traktoren nicht mehr durchkam. Zudem wurde erläutert, wie der Malerwinkel zu seinem Namen kam. An dieser Stelle sind gleich 5 historische Kallmünzer Gebäude zu sehen: Die Steinerne Brücke samt dem Alten Rathaus, die Rokoko Pfarrkirche St. Michael, das Raitenbucher Schloß und oben auf dem Burgberg tront die Ruine. Diese Ansicht lockte schon um 1900 auch internationale Künstler an und machten die Perle des Naabtals berühmt.

Die Geschichte der Burg, die von weitem sichtbar ist, begann mit dem Bau ab 1230. Im Landshuter Erbfolgekrieg wurde diese 1503 schwer beschädigt. Trotz brennender Dachbalken konnte die Burg gehalten werden, ehe sie 1641 von den Schweden endgültig zerstört wurde. Teilweise wurden die Steine davon für die Steinerne Brücke über die Naab, die Pfarrkirche und zum Bau von Häusern verwendet.

 

 

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