Das volle Dutzend – I can kill you with an ice cube

Eine Belastungswoche war angesagt und es wurde nicht nur bzgl. meines Sports hart. Neben fordernden Einheiten mit Tempowechsellauf, Sprinttraining und Intervallen hatte ich auch teilweise mit dem Magen zu kämpfen. Hierbei war ich in guter Gesellschaft, da auch Marcus als Vertriebsspezialist mit 30 Jahren weltweiter Dienstreiseerfahrung und Jens als globaler Produktionsleiter Beschwerden hatten. Dazu passt ein Spruch von Mohimi ein paar Tage zuvor, nachdem ich ihr erklärte, warum ich in manchen Ländern keine Eiswürfel im Getränk haben möchte: “I can kill you without a crime with an ice cube!”

Zitatschöpferin Mohini

Trotzdem gab es auch in der vergangenen Woche wieder unzählige bereichernde Momente. Während Jens werktags südlich von Mumbai bei Lieferanten war, suchten Mohini, Ayaz und Sohel mit mir ein Geschenk für seinen Geburtstag am Sonntag. Dabei dachte ich an eine Safa-Kopfbedeckung, wie ich sie auf der Hochzeit von Avani und Devanshu tragen durfte. Diesbezüglich wurden wir in einer Mall nicht fündig und so dirigierten meine Begleiter den Fahrer durch enge Gassen in ein Wohngebiet von Vadodara.

Diese Augen …
Familienausflug
Relax

Anschließend gingen wir in einem schmalen Haus mehrere Etagen hoch bis wir in einem Geschäftsraum waren, der sich in einem Mietshaus befand. Hier waren wir richtig, weil es unzählige Tücher in sämtlichen Variationen und Farben in den Regalen ringsrum gab. Nachdem ich dem Händler die Farbe von Jens` indischer Tracht gezeigt hatte, wurde er bald fündig und sein Kollege band das Tuch am Kopf von Sohel, da er die richtige Größe dafür hat. Da wir uns selbst auch für ein Safa begeistern konnten, schlugen auch Mohini und ich zu. Anschließend hatten wir noch Spaß und Pizza im Cafe Appetito.

Maßarbeit
Safa binden
Maharadscha Kopfbedeckung
Wie 3 Könige …
Cafe Appetito
v.l.n.r.: Ayaz, Mohimi und Sohel
Seriöse Programmierer nach Feierabend
Jocker

Einen Geburtstagskuchen gab es bereits am Samstag, da alle Kolleg:innen im Unternehmen waren und es in Indien gewöhlich ist, auch schon vorher zu feiern. Beim Ständchen war Jens dann sichtlich gerührt.

Kuuuuchen
Höchste Konzentration

Den eigentlichen Geburtstag feierte Jens mit Marcus und mir dann am Sonntag in der Mall Inorbit in Vadodara fast schon standesgemäß mit einer Pizza. Nach unserer Rückkehr war es für viele Stunden romantisch dunkel, da ein brennender Verteilerkasten den Strom in unserer Unterkunft außer Kraft setzte. Nachdem sich die Akkus vom Laptop und Smartphone dem Ende neigten, fiel mir ein Werbeslogan ein, den der Stromanbieter in meiner Heimat vor Jahrzehnten hatte: “Im Prinzip geht alles, aber ohne Strom läuft nichts!”

Brand im Verteilerkastem ein Stockwerk unter uns

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