Das volle Dutzend – Da Söll und Da Anda

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Nachdem ich innerhalb von einem Monat 2x den Naabtal 50 Ultralauf mit jeweils 50 km Strecke gewonnen hatte, gönnte ich mir eine Ruhewoche mit wenig Sport. Dadurch hatte ich Zeit für die ersten beiden Folgen der Reisefilmtrilogie „Auf der anderen Seite des Fernsehers“. Teil 1 hat den vielsagenden Untertitel „In 927 Kilometer rechts“, Teil 2 „Abfahrt ins Nichts“.

Martin baute innerhalb von tausenden Arbeitsstunden einen Mitsubishi L300 zu einem Allround-Raumwunder um. Inkl. Allradantrieb mit selbstsperrendem Differenzial, Warmwasserboiler, Spüle, Trinkwasserfilter, Benzinkocher und einer GFK Sandwich Wohnkabine. Obwohl, oder gerade weil der Van grün ist, bekam er den Namen Mr. Pink.

Damit fuhren Theresa und Martin mit einer groben Planung 9 Monate und rund 30000km durch die Länder Russland, Mongolei, Kasachstan, Kirgistan, Georgien, Armenien und den Iran. Wie ein roter Faden zogen sich die Autopannen durch die ganze Reise. U.a. gab es 6 Motorschäden und gebrochene Federn, Stoßdämpfer, etc. Aber auf der Reise haben die Beiden die nötige Gelassenheit erlangt und konnten sich auch in den entlegensten Gebieten immer auf die Hilfe der Einheimischen verlassen.
Auch tagelanges Warten auf ein Visum, kulturelle Unterschiede (sind nur Details) oder die Umweltproblematiken konnten sie nicht abbringen, dass sie das Verbindende immer stärker empfanden, als das Trennende.

Wie in bisherigen Vorträgen von Wolfgang Clemens (Seewolf Gangerl) oder Felix und Franziska Consolati (Ins Nirgendwo, bitte) sagte mir auch hier vor allem das einfache Leben in der Mongolei zu: Die Schönheit der Landschaft, das Leben mit und von der Natur (vor allem die Betreuung, Pflege und Versorgung der Pferde, Kamele und Ziegen) und das Nomadenleben in einer Jurte (Zelt).
Nach ihrem Motto: „Liebe.Lebe.Reise.“ erlebten sie die intensivste Zeit ihres Lebens und stellten fest, dass das Paradies mehr ein Zustand als ein Ort ist. Bei diesem Trip war trotz mancher Widrigkeit bzgl. Visum, etc. der deutsche Reisepass ein guter Türöffner. Individualtouristen, die von außerhalb der EU in Deutschland reisen möchten, haben es schwieriger als gedacht. Das war mir bislang nicht bewusst. Abschließend blieb mir ein Zitat vom Film besonders im Gedächtnis: „Zeit ist das Einzige, was wir wirklich haben. Oder haben sollten“.

Am Donnerstag lief ich eine kurze 6 km Klassiker-Runde zum Wiedereinstieg: Vom Stadtpark beginnend auf dem Alleengürtel am Schloss Thurn und Taxis vorbei, Villapark, und dann an der Donau entlang zum Herzogspark. Ich bin sehr dankbar für so eine schöne Laufstrecke vor der Haustüre.

Europabrunnen
Mandelblüte
Alleengürtel
Tulpe
Frühlingsboten im kalten April
Tulpe

Mit dem Surley Fatbike von FreeWheels cruiste ich am Freitag durch die Stadt und kam dabei an Ecken, die ich sonst nicht oder nur selten sehe. An der mittelalterlichen Weltkulturerbestadt Regensburg kann ich mich nicht sattsehen. Umso besser noch, wenn man Sightseeing und Rad verbinden kann.

Surley Fatbike
Surley Fatbike
Surley Fatbike

Da es am Samstag dauerhaft regnete, begab ich mich auf den Dachspeicher. Hier fuhr ich auf der Rolle eine Stunde mit dem Rennrad. Dabei baute ich verschiedene Frequenzprogramme ein, damit ich den „runden Tritt“ einübe. Auch nach vielen Jahren Radsport muss man regelmäßig an der Technik feilen, damit man weiterhin effizient die Kraft in Vortrieb umsetzt.

Rollentraining – Archivfoto

Normalerweise stehen in einer Woche bei mir 6 Sporteinheiten an. Da ich nun ruhige 7 Tage hatte, baute ich zumindest noch Kräftigungs- und Dehnübungen ein. Ausnahmsweise kam auch die Blackroll nicht zu kurz.

Besonders gefreut habe ich mich am Sonntag auf den Schmarrnkerl und Funkerl Livestream. Bei meiner letzten Kulturveranstaltung, die ich besuchte, habe ich mich dank dieser beiden Gaudiburschen kaputtgelacht. Nachdem sie sich zuletzt mit einem Augenzwinkern auf mehreren “seriösen” Titelblättern als Kanzlerkandidaten beworben hatten, gab es nun eine Übertragung aus Loifling vom Hofmark Bräu. Neben dem Talk mit ernsthaften Einblicken in die Künstlerszene während der Coronazeit gab es auch die gewohnt witzigen Lieder, die die beiden Lohnbedienungen zum Besten gaben. So wurde u.a. „Who The F**k Is Alice“ umgedichtet in „Freibier beim Thomas“ und aus „Mendocino“ wurde „Loifling Mitte“. Auch die Talkmasterin Claudia nahm kein Blatt vor den Mund: „Traue niemals einem schlanken Koch“!
Mitgemischt hatten auch die treuen Fans von Stephan und Helmut in den Kommentaren. Besonders, als Letzterer Brustbilder verlangte. Kerstin von den Trausnitzer Burgdeifl versprach umgehend eines von ihrem Mann Gerald.
Zur Überbrückung von Corona wollen Schmarrnkerl und Funkerl auch heuer wieder ein Straßenkonzert geben, bei dem man am Zaun steht und zuschaut, während „Da Söll“ und „Da Anda“ mit ihrem Programm und ganz viel Improvisation vorbeiziehen.

Schmarrnkerl und Funkerl
Archivbild
Schmarrnkerl und Funkerl
Archivbild

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