Das volle Dutzend – Bergwanderung in Indien

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Bei rund 37°C am Tag und immer noch rund 27°C in der Nacht waren sowohl die 6-Tage Woche, als auch mein Sportprogramm eine Herausforderung. Erschwerend kam hinzu, dass diese Woche viele Tempoeinheiten auf dem Programm standen. Neben 500 Meter Tempowechseltraining gab es noch motorische Sprints und anaerobe Schwellenläufe. Zwischen diesen Tagen standen Lauftechnik- und Regenerationsläufe auf dem Plan.
Von den 7 Läufen in der vergangenen Woche waren 3 Halbmarathons dabei. Laut Garmin Connect bloß 18 km, da habe ich aber jeweils das Ein- und Auslaufen nicht mitgestoppt, weil es mir hier auf die jeweiligen 500 Meter bzw. 1 km Intervalle ankam.
Normalerweise empfinde ich die 500 Meter Zufahrt langweilig, die mir als Trainingsstrecke zur Verfügung steht. Aber wenn man möglichst gleichmäßig laufen will, dann kann das auch von Vorteil sein, um seine Pace anvisieren zu können. Die härteste Einheit der letzten Tage waren 18 km in 4:30min/km bei 30 Sekunden Pause nach jedem Kilometer.

Besonders gefreut hatte ich mich über die Einladung meiner Kolleg*innen zu einer Wandertour auf den Berg Champaner, welcher früher an der Grenze zweier Königreiche lag. Vor knapp 5 Monaten waren Gungun, Dixit, Jens und ich bereits auf dem Berg, allerdings ging es damals komfortabel mit der Seilbahn hoch.

Gaudibursch Sohel
Kolleg*innen
Frauenquote

Am gestrigen Sonntag wanderten wir das selbe Bergmassiv hoch, allerdings zu einem anderen Gipfel, auf dem ein kleiner Tempel ist. Auf halbem Weg machten wir an einem kleinen See halt, konnten einen verlassenen Tempel besichtigen und schaukelten auf einer Liane.

Tempelruine
Tempelruine
Rückblick

An der Verpflegung mangelte es nicht, da mir selbstgekochtes und vor allem scharfes Essen mitgebracht wurde und es auf dem Weg nach oben unzählige Stände gab, bei denen vor unseren Augen Maiskolben, Schmalzgebäck, Limonade, etc. zubereitet wurden.

Maiskolben To Go
Obststand
Auch das ist Indien

Das Essen wurde meistens unter ganz einfachen Wellpappdächern auf dem Boden sitzend eingenommen. Die Inder lieben es so, weil man dann der Mutter Natur näher ist.

Der Mutter Natur so nah …

Oben am Gipfel erwartete uns bereits beim Tempel eine Horde Affen, die von vielen Besuchern mit Keksen gefüttert wurde. Nachdem ich ein Gebet sprach, bekam ich als Abschluss einen roten Segenspunkt (Tilaka). Im Hinduismus steht dieser für Kraft und markiert mit diesem dritten Auge das Energiezentrum und schützt es.

Innere Einkehr vor der Begehung des Tempels
Gib dem Affen Zucker
Fast neu
Schwertransport
Das Ende einer langen Wanderung

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