Skiweltcup Sölden

Eine Woche Sölden, eine Woche zwischen traumhafter Landschaft, Skiweltcup und Party. Zum Auftakt der Skiweltcup Saison sind am Söldener Rettenbachgletscher immer, sowohl der Damen- als  auch der Herren – Riesentorlauf angesetzt. Um uns vor Ort schon einmal etwas umschauen zu können und natürlich auch, um einen ordentlichen Blick hinter die Kulissen zu bekommen, reisten wir bereits am Mittwoch, den 25. Oktober an. Mit im Gepäck: mehere Kameras, Go-Pro`s, technisches Equipment und natürlich die Skiausrüstung, wollten wir uns doch auch selbst mit den Vorzügen des Söldener Gletscherskigebietes vertraut machen.

Mittwoch – Nach Bezug unserer Wohnung ging es für uns zu unserem ersten Date, ein Treffen mit Andi Krönner, einer der Rennleiter im Skiweltcup. Andi und sein kanadischer Kollege Mike führen die Materialtests der Starter durch. Im Hotel Bergland bekamen wir einen tollen Einblick in die Arbeit der beiden und konnten uns auch gleich mit den ersten Stars der Szene, wie etwa „Speed-Queen“ Lindsey Vonn, bekannt machen. Die Tests der Rennanzüge und Skischuhe  auf ihre FIS-Norm sind zwar alle freiwillig, aber falls ein Athlet nach dem Rennen kontrolliert wird, eigentlich mehr als notwendig.

Donnerstag

Früh am Morgen ging es für uns den Gletscherpass hinauf, durch die Mautstation hindurch bis auf 2800 Meter zum Söldener Gletscherstadion. Oben angekommen trafen wir wieder auf Andi und Mike, zu deren Aufgabenbereich auch der Aufbau und die Koordination des Zielraums gehören. Nebenan, an einem kleinen vereisten Hang der sog. „Ice-Box“ trainierten die Athleten und fuhren immer wieder auf dem Weg Richtung Gondel, am Zielbereich vorbei.

Mit Frida Hansdotter, der schwedischen Slalom-Spezialistin, fanden wir unseren ersten Interviewpartner. Auch einige aus dem ORGA – Team konnten wir neben Andi Krönner an diesem Vormittag befragen.

Ab Mittag fuhren wir wieder uns Tal zurück, wo sich unsere Wege trennten. Sebi entschloss sich einen 3000er laufend zu erklimmen, für Daniel (Mü) und mich stand der Stuibenfall und der Piburger See auf dem Programm. Der Stuibenfall, in der Söldener Nachbargemeinde Umhausen,  ist mit 159m der höchste Wasserfall Tirols. Eine Hängebrücke neben und über dem Wasserfall bietet einen traumhaften Blick, auch auf den Klettersteig, der direkt neben dem Stuibenfall hinauf führt.

Von Umhausen aus, sind es ca. 10 Fahrminuten bis zum Piburger See. Den See umrundeten wir in ca. 30 Minuten und schafften es genau bei Einbruch der Dunkelheit wieder zurück in unsere Wohnung, wo Sebi schon mit einer Flasche Weltenburger Wintertraum auf uns gewartet hatte.

Freitag

Am Freitagvormittag stiegen wir zum erstmal selbst in die Bindung, jedoch bei Nebel und schlechter Sicht mit wenig Freude….

Den Nachmittag verbrachten wir mit Schafkopfen und bereiteten uns auf die Startnummernvergabe der Damen am Abend vor. Ab 18.30 Uhr bebte der Postplatz in Sölden und die besten Skifahrerrinnen der Welt erhielten ihre Startnummer für den Riesenslalom am Samstag. Sehr erfreulich für uns – Viktoria Rebensburg erhielt die Startnummer 1.

Samstag

Um 10.00 Uhr startete mit unserer Deutschen Läuferin Viktoria Rebensburg die erste Dame in die neue Skiweltcupsaison. Nach zwei spannenden Läufen konnten sich die Deutschen Fans im Stadion und vor den Bildschirmen zu Hause freuen, denn Vicky Rebensburg siegte vor der Französin Tessa Worley und Manuela Moelgg aus Südtirol.

Am Abend, nach der Startnummernvergabe der Herren, entpuppte sich der sonst so überschaubare Ort Sölden als Ötztaler Party-Hochburg. Tausende Skibegeisterte feierten bis in die frühen Morgenstunden in den vielen Bars und Clubs.

Sonntag

Der Riesenslalom der Herren musste wegen schlechtem Wetter und zu starken Windböen leider abgesagt werden. So konnten wir, nach einer (zu) langen Nacht, noch etwas ausspannen und danach die Heimreise antreten.

Fazit

Sölden ist in jedem Fall immer eine Reise wert, in der Woche des Skiweltcups ganz besonders. Bis nächstes Jahr!

 

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