REVBOX Rollentrainer Test: Die etwas andere Rolle

Heute will ich euch einen etwas anderen Rollentrainer vorstellen. Eines kann ich vorwegnehmen. Er ist etwas anders. Das hat Vor- und Nachteile. Aber eines nach dem anderen…

Was ist anders? Hier seht ihr erst mal ein kleines Video in dem die wichtigsten Daten

Technologie

Die Revbox hat nahezu keine Schwungmasse und fördert dadurch eine 360 Grad Pedalbewegung. Dies führt zu einer gleichmäßigeren und stärkeren Muskelaktivierung. Der „hörbare“ Tritt durch das Ventilator-Geräusch kann zum gleichmäßigen, „runden“ Tritt perfektioniert werden. Hier habe ich vor allem den Unterschied festgestellt, dass nach 1,5h-2h Rolle das Ventilator-Geräusch immer „unrunder“ wird. Man bekommt also direkte Rückmeldung wie rund der Tritt in dem Moment ist.

Datenerfassung/-auswertung

  • Spezielle App zeigt Leistung, Herzfrequenz, Trittfrequenz, Kalorien, Geschwindigkeit und zurückgelegt Strecke an
  • Produzierte Daten können in einer speziellen Trainingssoftware hochgeladen werden
  • Kompatibel mit Trainerroad und Kinomap

Diese Funktionen konnte ich leider nicht testen, da man dafür ein Sensorenpaket benötigt. Dies gibt es in der Version Single Power für 69€ (LINK) und Power 2 (LINK) für 119€. Mit den Sensoren ist die Revbox dann auch mit Strava und Co. kompatibel. Die Revbox liefert die Daten dann über die Sensoren. Im Vergleich zu den aktuellen interaktiven Rollentrainern kann man aber leider keine Wattwerte/Intervalle einstellen. Dies finde ich einen leichten Nachteil, da die Revbox (899,00€) inkl. Sensoren (69€ oder 119€ ) hier schon im oberen Preissegment mitspielt.

Kompatibilität

  • Alle 130mm Standard Rahmen
  • Kompatibel zu allen 8-, 9-, 10- und 11-speed Schimano, SRAM und Campagnolo Schaltungen
  • Mit 2 Handgriffen zerlegbar
  • Für Sportler aller Alters- und Leistungsklassen geeignet

Ich habe die Revbox mit meinem Airtstreeem Air TT Plus Rahmen und einem Cube Rennrad verwendet und das hat ohne weitere Probleme funktioniert. Auch der Aufbau war wirklich kinderleicht. Man muss nur ein paar Schrauben festdrehen und ein Ritzelpaket (ich musste auch noch die mitgelieferte Distanzscheibe) montieren, schon kann man starten.

Lieferumfang

  • 1x Revbox Erg, 1x Stabilisierungsstrebe mit Schnellspanner und Kunststoffendkappen, Schnellspanner für die Radbefestigung, 2×0,7mm Kasetten Spacer, 1x Bedienungsanleitung
  • Aufstellmaße – Revbox Rollentrainer Erg: (L) 70 cm x (B) 18 cm x (H) 62 cm

Design/Optik

Das Design der Revbox gefällt mir wirklich gut. Sie ist extrem hochwertig verarbeitet. Es findet sich kein billiges Plastik oder ähnliches, sondern hochwertiges Aluminium und Metall. Dies macht die Box sehr stabil und hinterlässt einen wirklich guten Eindruck.

In der Praxis

Die ersten „Meter“ auf der Revbox fühlen sich ungewohnt an. Nach ein paar Minuten hatte ich mich aber an das neue Tretgefühl gewöhnt und bin seitdem begeistert. Es fühlt sich für mich fast genauso an wie auf der Straße zu fahren. Je schneller man tritt desto höher wird der Widerstand. Ein Maximum habe ich noch nicht festgestellt, theoretisch müssten aber 2.000 Watt und mehr möglich sein, da sich der Luftwiderstand ja einfach erhöht. Für jeden Hobbyfahrer also mehr als ausreichend. Und nach circa 1,5h habe ich festgestellt, wird mein Tritt dann etwas unrund, was man sofort hört. Dadurch bietet die Revbox ein sehr gutes Techniktraining, was vor allem Amateuren sonst oft fehlt!

Ob man wirklich einen interaktiven Rollentrainer benötigt muss jeder für sich selbst entscheiden. Hin und wieder wäre es wahrscheinlich interessant, aber da sogar Profis (wie z.B. Tim Don und Florian Angert) mit der Revbox trainieren funktioniert es auch ohne.

Bei unserem #trainingslagerdahoam habe ich den für mich einzigen Nachteil der Revbox herausgefunden. Die Revbox ist definitiv der lauteste Rollentrainer den ich bis jetzt hatte. Wenn man 1-2h auf der Rolle sitzt funktioniert alles perfekt. Da wir aber im Trainingslager teilweise zweimal pro Tag zwei Stunden und länger auf der Rolle gesessen sind und zur Ablenkung Filme über den Beamer angesehen haben, hat mich die Lautstärke dann hin und wieder etwas gestört. Hier muss jeder selbst entscheiden wie wichtig im die Lautstärke ist. Für eine hellhörige Mietswohnung könnte es vielleicht etwas zu laut sein, hat man sie im Keller stehen ist es überhaupt kein Problem.

Einen weiteren lustigen Vorteil habe ich noch herausgefunden. Durch den ständigen Luftzug kann man sich fast den Ventilator sparen und schwitzt nicht so viel. Dies fand ich sehr angenehm 😉

Hier seht ihr noch ein kurzes Video wie laut die Revbox in der Realität ist:

Was der Profitriathlet Tim Don zur Revbox sagt seht ihr hier:


Der Profitriathlet Florian Angert trainiert auch mit der Revbox und scheint damit sehr zufrieden zu sein.

https://www.instagram.com/p/BfP7aNYH6Qg

 

 

REVBOX STANDARD MK7.0

899,00
REVBOX STANDARD MK7.0
8.8

Optik

10.0 /10

Funktion

9.0 /10

Kompatibilität (Strava etc.)

7.0 /10

Preis

8.0 /10

Verarbeitung

10.0 /10

Pros

  • Fahrgefühl sehr natürlich
  • sehr hohe Wattwerte möglich
  • Verarbeitung
  • Runder Tritt wird geschult
  • kein Schlupf

Cons

  • Sensoren müssen extra gekauft werden
  • Lautstärke (falls das ein Kriterium ist)
  • keine interaktiven Funktionen

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