Rennbericht Challenge Roth 2018 – Stefan

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Ich bin kein Freund von ellenlangen Rennberichten, deshalb will ich mich kurz halten!

Schwimmen

Das Schwimmen war super! Mein erstes Rennen in dem ich wirklich „mein Ding“ schwimmen konnte und es gefühlt keine großen Schlägereien gab. Mit 1:10h bin ich zufrieden. Seit dem Winter war ich meistens nur noch 1x pro Woche im Wasser, deshalb geht die Schwimmzeit absolut in Ordnung. Die Größe der Startgruppen fand ich auch super. Toll war natürlich, dass schon beim schwimmen so viele Leute zum Anfeuern da sind. Das kannte ich von den anderen Rennen so noch nicht!

WZ1

Nach 1:10h ging es in die erste Wechselzone. Schnell den Beutel geschnappt (das mit den liegenden Beuteln funktioniert wirklich gut!) und ab ins Zelt. Dort bin ich erstmal nicht aus meinem Neo rausgekommen. Nach einigem Ziehen und etwas Angst, dass er gleich reißt, war ich ihn dann endlich los und habe mir mein Oberteil angezogen und die Startnummer befestigt. Schnell habe ich mir noch eine halbe Flasche Maurten reingedrückt, damit sich mein Magen öffnet und schon ein wenig Grundlage da ist. Und dann ging es schon zum Rad.

Rad

Auf dem Rad versuchte ich mich zuerst einmal etwas zu verpflegen. Ein oder zwei Stück von meinem Riegel konnte ich essen, dann stieg ich aber gleich wieder auf Maurten um. Feste Nahrung am Rad bringe ich nicht hinunter. Die ersten Kilometer habe ich versucht einfach mal warm zu werden und ja nicht gleich loszustürmen. Langsam habe ich meinen Tritt gefunden und die erste Radrunde war dann eigentlich ganz gut. Zwischen Kilometer 40 und 80 hat es etwas gezogen, aber die meiste Zeit habe ich gegen den Wind angekämpft. Meine Taktik war, dass ich mich auf dem Rad etwas zurückhalte um beim Laufen fitter zu sein. Die Laufzeit sagt mir, dass das nicht so wahnsinnig viel gebracht hat. Auf der LD fehlen mir aber etwas die Erfahrungswerte wie gut ich noch laufen kann wenn ich am Rad Gas gebe. Ich wollte knapp unter 200 Watt bleiben, was mir mit 193 Watt NP ganz gut gelungen ist.  Anfang der zweiten Radrunde hatte ich einen kurzen Durchhänger, der aber anscheinend davon kam, dass ich meine Ernährung etwas vernachlässigt habe. Nach einem halben Riegel und ein paar Schluck Maurten war ich wieder fit.

Die Radstrecke in Roth ist der Hammer! Das absolute Highlight ist der Solarer Berg. Die Stimmung dort ist unbeschreiblich und jeder Triathlet sollte dort einmal hochgefahren sein! Absolutes Gänsehautfeeling!

Laufen

Und dann kam meine Angstdisziplin. Seit dem Regensburger Halbmarathon, bei dem die Laufform wirklich gut war, bin ich fast gar nicht mehr gelaufen. Die Schmerzen im Sprunggelenk und dem Schienbein hatten mich ganz schön ausgebremst. Aber ich war froh, dass ich überhaupt Laufen konnte in Roth und vor allem auch noch schmerzfrei. Die ersten Kilometer waren noch super, genau in meinem Wohlfühltempo 5:00min/km. Ich wusste aber, dass ich diese Pace auf den Marathon niemals halten kann und versuchte mich zu bremsen und höchstens 5:10-5:30 zu laufen. Bis Kilometer 12 lief das auch ganz passabel. Dann merkte ich sehr schnell, dass mir die Kraft ausgeht einen sauberen Laufschritt zu machen. Und ab dem Zeitpunkt waren es ja „nur“ noch 30km 😉

So legte ich immer nach jeweils 2km kurze Gehpausen ein und ging auch an den Verpflegungsstationen. So kam ich verhältnismäßig gut mit einer stabilen Pace von circa 5:50-6:05min/km in den Laufphasen weiter. Bei Kilometer 12 kann man sich nicht vorstellen in dieser Weise noch 30km zurückzulegen, aber irgendwie ging es dann doch. Bei Kilometer 25 wartete zum Glück noch Sabrina mit einer weiteren Maurten Flasche auf mich, die mir die letzten Kilometer auf jeden Fall noch gut geholfen hat. Ab dem Zeitpunkt circa habe ich an jeder Verpflegungsstation ein Cola und ein Wasser genommen, beide zusammengeschüttet und mich so mit Cola-Schorle verpflegt.

Am Ende stand dann ein 4:33h Marathon auf der Ergebnisliste, circa 15min langsamer als gehofft, aber schneller als die Gehpausen vermuten lassen hätten. Insgesamt war es dann eine Zeit von 11:41h, mit der ich zufrieden bin. Beim laufen muss ich realistisch sein…ich kann mich anscheinend nicht gut quälen und zusätzlich bin ich auch nicht der beste Läufer. Zusätzlich dann noch die lange Laufpause durch die Verletzung…aber ich will keine Ausreden finden. Ich bin absolut in meinen Möglichkeiten geblieben und daher kann ich mit der Leistung auch wirklich zufrieden sein.

Danke an Sabrina, die wirklich viel mit mir aushalten musste!

Danke auch an meine Eltern, die mich vor Ort angefeuert haben und schon lange nicht mehr nachfragen, warum man solche Sachen eigentlich macht? 😉

Und hier noch ein paar Bilder vom Zieleinlauf, wo Sabrina, Julian und alle anderen schon auf mich gewartet haben.

Und der größte und geilste Fanclub darf natürlich hier auch nicht fehlen! Ich glaube niemand hatte so einen großen Fanclub direkt vor Ort! DANKE!!

Natürlich haben wir auch einige Freunde und Bekannte getroffen. Einen Artikel will ich euch nicht vorenthalten:

Bericht: Challenge Roth 2018

 

4 Kommentare auch kommentieren

  1. Tom sagt:

    Nochmal Glückwunsch und dranbleiben 😉 Die nächste LD tut nämlich mehr weh 😉

    1. bergblogger sagt:

      Ich weiß nicht, ob noch eine LD kommt…

  2. Alex sagt:

    Noch einmal Glückwunsch und Danke für den Bericht :)!

  3. Anja sturm sagt:

    Stark Stefan! Du hast es voll durchgezogen, sei stolz auf dich. Naja und nach dem Rennen ist bekanntlich vor dem nächsten… 🙂

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