Rennbericht ARBERLAND Ultra TRAIL

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Samstag Früh, Punkt 8:00 Uhr sprang ich gerade noch in den Shuttlebus in Bodenmais, der uns zum Start am Hohenzoller Skistadion am Großen Arber brachte. Zum Glück hatte ich meinen Wechselbeutel ausreichend mit warmen Klamotten bestückt, da es nur 6 Grad hatte und ein sehr kalter Wind ging. Am Start konnten wir uns noch im Warmen unterstellen, bis es dann losging. Kurze Wettkampfbesprechung, dann folgte der Start. Der Spielmannszug, der Stadt Zwiesel, spielte uns Läufer mit einem fliegenden Start aus dem Stadion.

Die ersten drei Kilometer gingen human los- der Weg führte über Wiesen und Forstwege zur Talstation vom Großen Arber. Von da an ging es bergauf, umso näher wir dem Gipfel kamen, umso steiler wurde es. Laufen war hier für mich nicht mehr möglich. Den Gipfel erreichte ich nach rund 7 km. Es standen 500 hm und 52 Minuten auf der Uhr.

Es folgte ein schöner Downhill Richtung Mittagsplatzl.

Vor dort aus musste man  dann zurück ins Ziel am Stadion, jedoch standen erst 16km auf der Uhr und ich musste natürlich weiterlaufen. Es ging weiter abwärts in Richtung Arberhütte. danach folgte man dem Weg Richtung  Regenhütte. Immer entlang dem kleinen Fluss (Großer Regen), landschaftlich sehr schön und größtenteils lief der Trail direkt am Wasser entlang. Dann kam in Regenhütte die zweite Verpflegungsstaion bei ca. km 25. Hier blieb ich nur kurz stehen und habe ein Stück Kuchen und etwas Ost genommen. Ich fühlte mich noch ganz gut, aber ich merkte natürlich die Kilometer in meinen Beinen.

Ab da führte der Trail rund 400 Hm bergauf, – ein langer, gefühlt nie endender Weg. Entlang ging es immer am Gläsernen Steig. Nach dem folgenden Downhill führte der Trail weiter Richtung Silberberg hoch über Bodenmais. Einmal kurz den Ausblick genossen und schon machte ich mich weiter auf meinen Weg. Wir liefen am alten Silberbergwerk vorbei, einmal um das Gipfelplateau herum. Sehr interessant war auf der Bergrückseite die Höhle, die es zu durchlaufen galt und dadurch Einblicke in den historischen Bergbau gab.

Nun war es fast geschafft. Es folgten noch rund 5km bis zum Ziel, die nochmals bergauf in Richtung Bretterschachten verliefen. Auf dem Weg dorthin traf ich einige Läufer und wir kämpften uns die letzten Anstiege hoch. Bergauf konnte ich nicht mehr laufen, ich merkte, dass einfach Training fehlte. Es ging nun nochmals steil bergab auf einem anspruchsvollen Trail zum großen Arbersee, hier konnte ich noch gut laufen und kämpfte mich dann die letzten kleinen Anstiege rund 150Hm in Richtung Ziel hinauf. Ich hörte schon die Zuschauer im Ziel jubeln und lief ziemlich geschafft, aber glücklich in Richtung Zielbogen. Zielzeit 05:01:37 01:35:00 hinter dem ersten Läufer. Mit Platz 64 von 145 Teilnehmern bin ich mehr als zufrieden, da ich seit Juni leider fast keine Zeit mehr zum Trainieren hatte. Ich konnte wohl noch von meiner Grundlage zehren.

Achja es war auch der erste lange Lauf mit meinen neuen Salomon Sense Ride . Beil Laufen lief ich mir keine Blasen und es traten sonst keine Probleme auf. Der Schuh hatte auch guten Grip, jedoch kann ich nicht genau sagen, wie er sich bei Nässe verhält, da es zum Glück trocken war.

Fazit: Sehr gut organisierter und gut markierter Traillauf durch tolle Landschaft und eine familiäre Atmosphäre! Gerne wieder 2019!

 

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