Projekt 10/10 – Vorbild

Pure Motivation: Zum Beginn der neuen Trainingswoche war ich mit Britta und Didi bei einem Vortrag von Holly Zimmermann. Einem Vortrag? Nein, DEM Vortrag mit dem passenden Titel „Extremes Abenteuer“.

Holly begann ihre eindrucksvolle Erzählung mit dem Extremwettkampf Marathon des Sables, bei dem sie im Jahr 2016 antrat. Hierbei schindete sich Holly 257 km in sieben Tagen durch die marokkanische Wüste. Bei dem Kampf gegen die Hitze und starke Sandstürme schwollen Ihre Füße um zwei Schuhgrößen an. Für ihren Biss und ihre mentale Härte sprechen, dass Holly am letzten Tag ihre beste Tagesplatzierung holte.

Das genaue Gegenteil erlebte sie wenige Monate später beim Polar Circle Marathon. Mit Minus 20 Grad Celsius auf Grönlands Gletscher gilt diese Laufveranstaltung als die Kälteste seiner Art. Bereits nach einem Kilometer wurden die Gesichter der Teilnehmer auf Erfrierungen geprüft. Dies sagt alles über die Grenzerfahrung Polarkreis Marathon aus.

Steiler wurde es beim Hochkönigmann in den österreichischen Alpen. Unglaubliche 5000 Höhenmeter auf 90 km Streckenlänge absolvierte Holly in 18:20 Stunden. Hierbei kam sie durch einen zu flotten Start an ihre körperliche Grenze. Holly mag flache Laufstrecken nicht besonders gerne. Ob sich das bei dieser Alpenextremerfahrung geändert hat?

Als wäre das alles noch nicht extrem genug, machte sich Holly auf zum Mount Everest Marathon. Nach einer suboptimalen Eingewöhnung in Nepal mit bedauerlichen Hygienebedingungen und enormer Kälte am Everest Base Camp schaffte sie das Unglaubliche. Hinter drei einheimischen Läuferinnen, die an die dünne Luft vor Ort gewöhnt sind, gewann sie nach einem harten Kampf gegen eine Österreicherin die Wertung „Schnellste ausländische Frau“ beim höchten Marathon der Welt in 7:39 Stunden.

Durch ihr ehrenamtliches Engagement (u.a. im Schulsport mit dem Armin Wolf Laufteam) ist die vierfache Mutter für mich nicht nur sportlich ein Vorbild.

Das Armin Wolf Laufteam, bei der die Holly Teamkapitän ist, sammelt auch Gelder für soziale Zwecke. U.a. für den Kampf gegen Krebs. Die Eishockeymannschafft Eisbären Regensburg lud neben dem genannten Laufteam auch weitere Organisationen zum Spiel gegen den SC Rissersee ein.  Die Partie stand unter dem Motto „F*CK CANCER“. Die gelungene Idee stammt von Eisbären-Geschäftsführer Christian Sommerer und wurde von den Spielern mit einem 6:3 Heimsieg belohnt. Das Daumendrücken vom Armin Wolf Laufteam hat geholfen.

Daumen drücken für die Eisbären

Mein Training war diese Woche kraftlastig. Mit Knieausfallschritten, Strecksprüngen, Burpees, etc. bereitete ich mich für die anstehenden Winterübungen bei laufstilanalyse.de und Street Fit vor. Regeneriert habe ich mich von diesen harten Einheiten bei einer Schifffahrt zur Walhalla. Beim Buffet an Bord konnte ich meine leeren Speicher wieder füllen.

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