Meine Erfahrungen mit der Stages Wattmesskurbel

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Ich durfte ein paar Wochen vor Roth in den Genuss kommen die Stages Powermeter Kurbel zu testen. Ich habe sie nun einige Kilometer im Training und Wettkampf fahren können und meine Meinung zu Wattmesskurbeln am Rennrad/Triathlonrad hat sich dadurch grundlegend geändert. Aber erstmal zu den Basics.

Einbau bzw. Umrüstung

Der Einbau der Kurbel funktioniert viel leichter als gedacht. Man muss nur den linken Kurbelarm ausbauen und die Stages Kurbel draufschrauben. Innerhalb von knapp 10 Minuten ist der Umbau fertig.

 Bei der Bestellung des richtigen Powermeters sollte man auf jeden Fall die Kurbelarmlänge wissen. Vier verschiedene Optionen standen bei mir zur Auswahl: 165, 170, 172,5 und 175 mm. Zusätzlich sollte man überprüfen, ob die Kurbel mit dem Rahmen kompatibel ist. Bei manchen Modellen kann der Kurbelarm anstoßen. Hilfestellung hierzu bietet Stages unter diesem Link an: HIER KLICKEN

Die Stromversorgung des Stages Powermeters erfolgt durch eine kleine Knopfzellen und soll circa 200 Stunden halten. Aktuell musste ich sie noch nicht wechseln, daher könnte der Wert realistisch sein.

Kalibrierung

Bei Erstinbetriebnahme oder Batteriewechsel muss der Leistungsmesser kalibriert werden. Das kann man entweder mit einem Radcomputer bzw. einer Triathlon-Uhr oder mit einem Smartphone und der entsprechenden App erledigen.  Du musst die Kurbel in die tiefste Positionbringen und auf der Uhr auf kalibrieren klicken. Fertig.

In der Praxis

Die Kalibrierung hat ganz gut funktioniert und die Übertragung war perfekt. Mit der Garmin 935 gab es keine Verbindungsprobleme. Am Anfang hatte ich ein 3 Sekunden Intervall eingestellt, da würde ich euch aber raten, sofort auf den 10 Sekunden Durchschnittswert auf der Uhr umzuschalten. Ansonsten springt der Wert zu schnell hoch und runter. Die Übertragung funktioniert mit Hilfe von Bluetooth oder ANT+, daher sollte die Stages Kurbel mit den gängigen Uhren und Tachos kompatibel sein.

Warum ist eine Wattmessung sinnvoll?

Lange war ich der Meinung, dass man als Amateur keine Wattmessung benötigt. Unbedingt brauchen tut man sie immer noch nicht, aber in den letzten Wochen haben ich feststellen dürfen, dass man vor allem bei Intervallen oder Wettkämpfen eine bessere Möglichkeit hat zu pacen. Intervalle kann ich seitdem genauer und gleichmäßiger fahren und im Wettkampf hat es mir in Ingolstadt und auch in Roth geholfen nicht zu überpacen und aus lauter Motivation auch kleinere Berge hochzudrücken.

Ich war erstaunt, dass man auch an nur leichten Steigungen schnell knappe 400 Watt tritt und wenn man dann noch kleine Attacken mitgehen will, kann das ganze schnell schmerzhaft werden. Durch die Wattmessung nehme ich am Berg schneller raus und habe dann die Kraft in der Ebene.

Hier sieht man die Wattleistung in Roth. Dort habe ich versucht mich am Rad extra zurückzuhalten und knapp unter 200 Watt zu fahren. Dies ist mir mit 193W NP ganz gut gelungen. Was die Normalized Power bedeutet im Vergleich zum normalen Durchschnittswert hat Pushing Limits ganz gut erklärt: HIER GEHT ES DIREKT ZUM ARTIKEL.

Einen kleinen Nachteil hatte ich in den letzten Wochen. Beim Rollentraining hat die Kurbel leider nicht funktioniert. Warum habe ich leider nicht ganz herausgefunden. Zuerst dachte ich an den W-Lan Repeater, aber auch als dieser ausgesteckt war, sprang die Wattmessung immer nach oben und wieder auf Null. Ich bin gespannt ob ich den Fehler noch finde!

Hier findet ihr noch weitere Testberichte der Stages Kurbel

https://www.bike-components.de/blog/2016/06/im-test-stages-powermeter-kurbelarm/

https://tri-mag.de/equipment/stages-im-test-141817

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