Arberland Ultra Trail 2017 – Rennbericht

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Das war er…der Arberland Ultra Trail 2017. Für uns nicht wirklich „Ultra“, da nur 35km und laut unserer Uhr knapp 1.600hm. Gefühlt aber mehr als genug für uns. Aber von Anfang an.

Samstag 10:00 Uhr und bestes Wetter im bayerischen Wald, was macht man da? Gemütlich im Hotel frühstücken? Nein! Wir stehen angespannt an der Startlinie des Arberland Ultra Trails 2017. Der Wetterbericht hat nach einigen Tagen Regen super Wetter für das Wochenende gemeldet. Wir hatten schon Angst, dass wir 5h im Regen laufen müssen. Es ist für Stefan und mich der zweite längere Traillauf überhaupt. Wir haben uns den Auerhahntrail mit 35 km und 1500 Höhenmetern quer über die Bodenmaiser Trails vorgenommen.

Es folgt der Startschuss und schon geht’s mit leichter Steigung auf der Straße hinauf durch den Ort in Richtung Großer & Kleiner Arber. Aus der Straße wird schnell Schotter und dann ein breiter Waldweg bis zur ersten Verpflegung. Wir hatten Stöcke zur Unterstützung dabei, jedoch würde ich das nächste Mal keine mehr mittragen, da wir sie nur sehr eingeschränkt an einigen Stellen verwendet haben. Am kleinen Arber angekommen geht es steil bergwärts auf super Trails Richtung Großer Arber, auf dem man dann schon fast 1.000 Höhenmeter geschafft hat! Oben am Gipfel sind unzählige Touristen die mit der Gondel hochgefahren sind und ungläubig schauen. Wir wurden sogar gefragt ob wir wirklich hochgelaufen sind und wie weit es noch ist (äh…3m ums Eck und dann gaaaanz steil 😉 ). Am Gipfel gab es bei der Verpflegung für uns jeweils ein Gel, ein Stück Kuchen und einen Schluck Bier :-).  Kurz genießen wir noch das Panorama und vor allem das schöne Wetter, dann geht es weiter. Dass wirklich Touristen mit offenen Birkenstocksandalen am Großen Arber rumlaufen werde ich wahrscheinlich nie nachvollziehen können…

Es folgt ein ruppiger Downhill über große Steine hinab zum Arbersee wo schon die nächste Verpflegung wartet.  Ab da geht es nochmals weitere 400 Höhenmeter bergauf Richtung Mittagsplatzl zur nächsten Verpflegung. Ihr merkt, Verpflegungsstellen gibt es beim Arberland Ultra Trail wirklich genug!! Hungrig läuft man definitiv nicht ins Ziel. Vom Mittagsplatzl aus geht es circa 15km fast nur noch bergab ins Ziel (davor aber nochmal an einer Verpflegung vorbei). Bei den Riessloch Wasserfällen gibt es nochmal einen sehr steilen Anstieg mit rund 100 Höhenmeter. Danach liegen nur noch 5km bergab vor uns. Diese haben es aber in sich, es geht immer leicht bergab auf einer Teerstraße. Für unsere Muskulatur und Schienbeine ist dies nochmals eine harte Belastung aber wir können noch 5 Plätze gut machen.

Nach 5 Stunden und 8 Minuten kamen wir erschöpft aber glücklich ins Ziel am Marktplatz in Bodenmais. Es war zwar keine Bestzeit, aber es ging uns ums Dabeisein und den Spaß. Und den hatten wir auf jeden Fall! Sehr gerne nächstes Mal wieder!

Fazit: Top organisierter anspruchsvoller Lauf in wunderschöner Landschaft mit super Trails und perfekter Verpflegung. 2018 steht der Lauf auf jeden Fall wieder im Terminkalender!

 

Hier gibt es unsere Zusammenfassung als Video:

 

https://www.instagram.com/p/BZZgfP5n2rC/?taken-by=bergsport360

 

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