5 Gipfelkreuze an einem Tag

Anfang August habe ich mich mit Freunden in Fügen zum Wandern getroffen. Nach langem Suchen hatten wir uns für folgende Tour entschieden: Ein schöner Rundweg mit gut 14km Länge, knapp 900hm und dem Marchkopf als Highlight mit 2.499m. Leider hat uns aber an diesem Morgen eine Unwetterwarnung überrascht: Ab Mittag sollte es gewittern. Am Berg kein großer Spaß!!! Dementsprechend waren wir gezwungen die Runde etwas zu kürzen bzw. zu verändern. Dies hat sich aber im Nachhinein als gar nicht so schlecht herausgestellt. Zur originalen Tour kommt ihr, wenn auf das Bild klickt.

(Quelle: http://maps.best-of-zillertal.at/)

Unsere Tour

Unsere Tour war zwar etwas kürzer, aber meiner Meinung nach landschaftlich sogar noch schöner. So hatten wir am Ende 5 Gipfelkreuze und einen wunderschönen Weg an einem Grat entlang. Aber der Reihe nach.

Kaltenbacher Skihütte bis Gedrechter bzw. Arbiskopf

Von der Kaltenbacher Skihütte sind wir zuerst Richtung Gedrechter (2.217m) gewandert. Wir wollten uns immer einen möglichst kurzen Rückweg offen halten, da wir nicht wussten wann das Gewitter über uns hereinbricht. Auf dem Weg zum Gedrechter habe ich noch einen kurzen Abstecher zum Arbiskopf (1.847m) gemacht. Klein und abgelegen bietet er bei gutem Wetter eine super Aussicht auf das vordere Zillertal und Fügen.

Arbiskopf bis Gedrechter

Nach dem Arbiskopf ging es weiter in Richtung Gedrechter. Über dem Arbiskopf war das Wetter überraschenderweise doch fast perfekt. Blauer Himmel mit ein paar Wolken. Aber im Gebirge kann sich das Wetter bekanntermaßen schnell ändern, also blieben wir bei unserer ursprünglichen Tourenplanung. Am Gedrechter gab es erfreulicherweise die erste kurze Pause inclusive Verpflegung.

Gedrechter bis Marchhkopf

Nach dem Gedrechter ging es weiter Richtung Marchkopf. Hier wurde uns einmal mehr bewusst wie viel Einfluss der Skitourismus auf diese Region hat. Auf den Bildern seht ihr den Bau eines neuen Wasserspeichersees. Die Größe hat uns sehr beeindruckt, doch bekommt man bei diesem Anblick unweigerlich ein schlechtes Gewissen, dass man sich im Winter über gut präparierte Pisten freut und diese massiven Eingriffe in die Natur meist ausblendet.

An dem neuen Wasserspeichersee vorbei ging es zur Wedelhütte, von dort aus weiter Richtung Marchkopf.

Nach der Wedelhütte kann man direkt links abbiegen Richtung Marchkopf. Der Weg ist hier teilweise etwas ausgesetzt und führt über Steinfelder. Dies ist aber mit etwas Trittsicherheit leicht zu bewältigen. Da wir aktuell für den Arberland Ultratrail trainieren sind wir den Weg zum Marchkopf möglichst gelaufen bzw. schnell gegangen.

Oben angekommen war die Aussicht leider nicht optimal, aber der Gipfel ist wirklich schön. Von dort könnten man noch weitere Gipfel in Angriff nehmen (Seewand (2.415m) und Gipfel (2.445m), diese ließen wir aber aus, da wir durch die fehlende Sicht nicht sicher waren ob nicht doch noch ein Gewitter aufzieht. Wir haben dann den Rückweg Richtung Wedelhütte angetreten, den wir als Training auch wieder laufend zurückgelegt haben.

Marchkopf (2.499m)
Marchkopf (2.499m)

Marchkopf bis Wimbachkopf

Von der Wedelhütte aus sind wir noch kurz auf den Wimbachkopf (2.442m) hochgelaufen. Zu dritt haben wir uns duelliert wer als erster oben ankommt. Völlig erschöpft und außer Atem lagen wir erst einmal 5min neben dem Gipfelkreuz bevor wir ein Foto machen konnten.

Abstieg vom Marchkopf zur Wedelhütte
Wimbachkopf (2.442m)
Wimbachkopf (2.442m)

Wimbachkopf bis 5. Gipfel und Baustelle

Vom Wimbachkopf sind wir über den Wanderweg 35 weitergegangen, welcher über einen schönen Grat zurück Richtung Gedrechter führt. Hier könnte man bei gutem Wetter auch noch die Kristallhütte als kurzen Umweg mitnehmen. Etwas überrascht standen wir dort auf einmal vor einem Bauzaun, hinter dem ein komplettes Stück Berg für eine neue Bergstation abgetragen war. Da wir nicht komplett zurück gehen wollten sind wir einfach seitlich abgestiegen und am Gedrechter vorbei, dann wieder Richtung Kaltenbacher Skihütte.

Dazwischen haben wir noch folgenden Gipfel mitgenommen. Leider weiß ich nicht wie er heißt oder wie hoch er ist…wenn es jemand weiß schreibt mir und ich ergänze es gerne!

Fazit

Alles in allem eine sehr schöne Tour, die mit fünf Gipfelkreuzen wirklich landschaftlich reizvoll ist. Allgemein kann man in dem Gebiet einige Gipfel in seine Tour einbauen und ist dadurch sehr flexibel. Bei besserem Wetter hätten wir wahrscheinlich noch 1.000hm und mindestens 3-4 Gipfel mehr geschafft.

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